Interviews

Eclipse Interview

01.09.2000 Robert Poepperl

Mit „Dorsacharms Venomous Colours“ meldeten sich die Polen ECLIPSE mit einem wahren Paukenschlag schwarzmetallischer Tonkunst zu Wort. Bombastische Arrangements und überzeugende Klassikkenntnisse hoben dieses Debüt von den vielen Dilettanten ab, die sich schnell mal auf ein Keyboard lümmeln und dann glauben die Musik erfunden zu haben. Daß dabei auch die Brutalität und Aggressivität nicht auf der Strecke blieben macht die Scheibe zu einem zukünftigen Klassiker. Grund genug die beiden Musikern Chors und Daamrs ins Kreuzverhör zu nehmen.
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Silent Stream of Godless Elegy „Themes“ 4/6

01.09.2000 Robert Poepperl

Das tschechische Miniatur-Kammerorchester wird seinem Bandnamen mehr als gerecht! Ruhig fließen die meisten Songs von ‘Themes’ in das Hirn des Hörers, krallen sich, wenn man sich in der richtigen Stimmung befindet, dort fest und bewegen die Hand automatisch zum (Re-)Play-Knopf des CD-Abspielgeräts. Man hätte zwar noch etwas öfter die ausdruckstarke… Weiterlesen »

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Porosity of Mind „Reset“ 0/6

01.09.2000 Robert Poepperl

Eine ‘expressive Synthese aus doomigen Metal und progressivem Metal’ sollte eigentlich auf ‘Reset’ stattfinden. Nun ja, jede Band kann ihre Vertuschungsversuche, daß der Sänger nicht richtig intonieren und die Instrumental-Abteilung technisch nicht zu viel am Hut hat, nennen wie sie will. Meine zukünftigen Magengeschwüre… Weiterlesen »

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Ulcus „Cherish The Obscure“ 3/6

16.07.2000 Robert Poepperl

Cherish The Obscure ist wahrscheinlich die am erbärmlichsten produzierte Black Metal-Scheibe des heurigen Jahres. Für den Drumsound gehört dem Engineer eigentlich eine mehrjährige, bedingte Gefängnisstrafe aufgebrummt. Schade ist es um den höchst talentierten Tastenmann Gaute, ohne den die norwegische Band gänzlich aufgeschmissen wäre. Zum Thron des Bombast Schwarzmetalls ist es zwar noch ein weit… Weiterlesen »

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Terror 2000 „Slaughterhouse Supremacy“ 4/6

16.07.2000 Robert Poepperl

Aus Mitgliedern von Soilwork und Darkane rekrutiert sich die Belegschaft von TERROR 2000. Entgegen ihren Hauptbands wollten die Schweden hier die primitive Thrash-Sau rauslassen! Und das ist ihnen sehr gut gelungen!! Neun Songs lang gibt es partykompatibles Ohrenfutter, das noch so manchem Nacken schmerzhafte Schwellungen bescheren wird. Eine anders gelagerte Nummer hätte dem Album als Abwechslung… Weiterlesen »

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Khali „same“ 3/6

14.07.2000 Robert Poepperl

Wenn ich beim Sonntagnachmittags-Programm von Kabel 1 nicht dauernd einpennen würde, dann wüßte ich jetzt mit Sicherheit ob Khali ein böser indischer Gott oder ein blutrünstiger, malayischer Rebell ist. Die Band gleichen Namens kommt aus Italien und spielt melodischen Hardrock, das ist gewiß. Diese Stilistik ist heutzutage zwar nicht allzu angesagt, trotzdem machen sie ihre Sache sehr gut. Leichte… Weiterlesen »

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Inquest „Operation:Citadel“ 4/6

14.07.2000 Robert Poepperl

Böse Zungen behaupten immer noch, daß die Brasilianer Rebaelliun die einzige, ernstzunehmende belgische Metal-Band seien! (Das hoffnungsvolle Nachwuchsquartett hat bekanntlich in Belgien seinen europäischen Eroberungsfeldzug gestartet!) Inquest strafen solche Schandmäuler Lügen! Kompetenter Death Metal mit kraftvollem Drumming, nachvollziehbaren Songstrukturen und floridianischem Gegrunze macht Op… Weiterlesen »

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Funebris „Obscure Majestic Dream“

13.07.2000 Robert Poepperl

Spikes, Corpsepaint, Rehearsal-Sound, Pseudonyme – herrlich untrendmäßig präsentieren sich die Schwarzmetaller von Funebris. Man wähnt sich in einer norwegischen Garage anno 1992, wenn die Mannen um Sänger Arcanus Noctem losballern. So soll straighter Black Metal ohne Schnickschnack sein. Positiv ist auch anzumerken, daß Funebris ohne rassistische Anspielungen auskommen, was weiter nördlich nicht … Weiterlesen »

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Explizit Einsam „Kelch der Trauer“

13.07.2000 Robert Poepperl

Auf dieser CD sollte sich laut Beipacktext eigentlich deutschsprachige Lyrik gepaart mit Musik im Bereich des Gothic, Darkwave, Neofolk und Electro befinden. Für mich dient Kelch der Trauer bestenfalls als abschreckendes Beispiel dafür, wie die voranschreitende Studiotechnik jetzt auch schon völlig untalentierten Musikern erlaubt, Alben aufzunehmen. Früher wären solche Un-Projekte niemals ans Lic… Weiterlesen »

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Disruptor „Hell Threw Us Out“

13.07.2000 Robert Poepperl

Die Hauptstoßrichtung von Disruptor ist wohl mit Death Metal anzugeben, wobei aber hie und da 80er-mäßig gethrasht wird. Auch die normalen Heavy-Parts, wenn zum Beispiel bei genialen Gitarren-Soli von Andreas Auras das Tempo rausgenommen wird, fügen sich sehr gut in das eigenwillige Soundgebräu von Hell Threw Us Out ein. Am besten hat mir der Song No.3 `Bloodgreed´ gefallen, wobei aber keine der r… Weiterlesen »

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Somnus „Awakening The Crown“

13.07.2000 Robert Poepperl

Weitaus interessanter als die andere Band aus dem Root-O-Evil-Stall, Cold Colours, sind Somnus, deren atmosphärischer Black Metal einen interessanten Gegenpart zur etablierten, europäischen Armada darstellt. Es ist ja eigentlich schon erfrischend, wenn eine Band mit Keyboards nicht wie Cradle Of Filth oder Dimmu Borgir klingt! Die gelegentlichen Gothic-Versatzstücke sind sehr gut in das düstere So… Weiterlesen »

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Cold Colours „Somnium XII“

13.07.2000 Robert Poepperl

Quer durch den Gemüsegarten verwurstet die offensichtlich aus Minnesota stammende Bands alle Metalströmungen von Gothic, Hardcore bis hin zu technischem und keyboardunterstüzten Death Metal. Ich fürchte nur, daß die Anhänger der jeweiligen Sparten mit Trennkost besser beraten sind, als mit Somnium XII. Zum einen hat kein einziger Song so etwas wie eine eigene Identität oder gar Hooklines, die man … Weiterlesen »

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All Life Ends „Lebensmüdigkeit als archimedischer Punkt“

13.07.2000 Robert Poepperl

Zum unsäglich bescheuerten Titel gesellt sich eine ähnlich niveaulose Musik. Man schämt sich nicht, die überflüssigen Songs selbst als coolen Deathmetal zu bezeichnen. Ich habe mir schon ernsthaft die Verheimlichung der Bezugsadresse überlegt. Aber nach dem es unverständlicherweise auch Betlehem- und Eisregen-Fans gibt, könnte es ja auch sein, daß sich in die Eternity-Leserschar ein schwarzes Scha… Weiterlesen »

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Dying Breed „Fleshflower“ 3/6

13.07.2000 Robert Poepperl

Der wohl untergründigste Sound seit Erfindung des Wattebauschs zerstört leider gänzlich die guten, an Cannibal Corpse (`La Liberte´) erinnernden Ansätze. Die im grindigen Randbereich offensichtlich unverzichtbaren Porno-Stöhneinlagen hätte ich mir verkniffen. Übermäßig eigenständig ist die Chose nicht, trotzdem (oder gerade deswegen?) werden die Eisenschädel und Granitohren unter den Metallern Fle… Weiterlesen »