Crypt Sermon – The Ruins Of Fading Light 6/6

Dark Descent Records

Bewertung: 6/6 -> Tipp!

Songs: 10

Spieldauer: 55:06

Fünfundfünfzig Minuten Spielzeit sind für manch einen schon zu viel des Guten. Hartgesottenen Liebhabern des Epic-Doom dürfte die knappe Stunde aber wohl nur gerade so genug Raum für ausreichend Pathos bieten. So langsam wie die ausschweifenden Kriegermärchen mit schleppenden Riffs daherkommen, so viel Zeit haben sich Crypt Sermon für ihre zweite Langrille gelassen. Und das Warten hat sich gelohnt!

Geschickt traben Crypt Sermon auf ihren Schlachtrössern an allen erdenklichen Fehltritten vorbei und bohren sattelfest wie bereits auf dem Erstling „Out Of The Garden“ ihre Schwerter punktgenau ins Schwarze. Egal ob die heroische Hymne „Key Of Solomon“, das leicht schaurig, mit dunklen Chorgesängen durchzogene „Christ Is Dead“ oder der neunminütige Rausschmeißer und Titeltrack, der die epischen US-Doomer gestählt aus dem Kampf zurückkehren lässt: Auf „Ruins Of Fading Light“ wirkt alles perfekt auf den Punkt gebracht. Keine Patzer, keine Lückenfüller. Hier waren erprobte Veteranen am Werk.

„The Ruins Of The Fading Light“ ist mit seinen den kauzigen Flirtereien mit Cirith Ungol und Brocas Helm entsprungenen Epic-Stampfern sicherlich nichts für jedermann. Ein bisschen Atlantean Kodex und Candlemass machen den Kriegertrunk dann aber doch allgemein verträglich; ein bisschen von Quorthons Wikiningergebärden inklusive. Crypt Sermon bauen auf die tragenden Säulen der Genregeschichten, um ihr ganz eigenes Helden-Epos zu dichten – und es gelingt ihnen ebenso gut wie den ganz Großen!

https://cryptsermon.bandcamp.com

https://www.facebook.com/CryptSermon/

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