W.A.S.P. “Dominator” 4/6

Demolition/ Soulfood
Bewertung: 4/6
Spielzeit: 43:26
Songs: 9

Shock Rock-Großmeister Blackie Lawless ist zurück. Wer seine letzten (eher mittelprächtigen) Scheiben noch im Ohr hat, der wird jetzt vielleicht aufstöhnen und „Och nööö!!“ sagen. Kann ich verstehen, denn dem Hause W.A.S.P. ist schon lange kein wirklich gutes Album mehr entsprungen. Die Klassiker liegen schon ewig zurück und der Versuch, mit „The Neon God“ an Knaller wie „The Headless Children“ oder „The Crimson Idol“ anzuknüpfen, darf getrost als gescheitert bezeichnet werden. Und wie ist die neue Scheibe geworden? Ist ganz ok, das Teil. Von Killer-Ohrwürmern Marke „Chainsaw Charlie“ oder „Mean Man“ ist Herr Lawless zwar nach wie vor meilenweit entfernt, aber das vorliegende Songmaterial ist wirklich brauchbar. Mit der atmosphärischen Powerballade „Heaven’s Hung In Black“ und dem fetten Rocker „The Burning Man“, der stark an „Chainsaw Charlie“ erinnert, sind Blackie sogar zwei veritable Schmuckstücke gelungen. Die übrigen Songs sind auch alles andere als übel, einen richtigen Ausfall sucht man vergeblich.


Die Produktion von ,,Dominator” ist ganz anständig ausgefallen und böllert deutlich druckvoller als der Sound der meisten Wespen-Werke der jüngeren Vergangenheit.

Das Cover ist nett gemacht, hat aber längst nicht den Charme der großartigen „Crimson Idol“- und „Headless Children“-Artworks.

W.A.S.P.-Fans können sich auf eine coole Scheibe freuen, die zwar im übermächtigen Schatten der ersten fünf Longplayer steht, aber trotzdem Spaß macht.

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