Suldusk – Lunar Falls 5/6

Nothern Silence Productions

Bewertung: 5 /6-> Mächtig!

Songs: 10

Spieldauer: 43:16

Frauen im Black Metal gibt es wenige – und Solokünstlerinnen noch viel weniger. Den seltenen weiblichen Protagonisten gelingt es aber dafür, in hypnotischer Atmosphäre nicht nur die Stimme ihrer Band, sondern auch gleich die ganze musikalische Untermalung zu sein. In eben jene Kerbe schlägt auch Suldusk mit dem Erstlingswerk „Lunar Falls“ – allerdings mit weitaus weniger Black-Metal-Anleihen als das weibliche Kollegium der Alleinunterhalterinnen.

Die hinter der Band stehende Australierin Emily Highfield verlässt sich überwiegend auf dunklen Folk und Post-Rock-Elemente. Hin und wieder darf es auch ein eindringliches Flüstern wie im Intro „Eleos“ sein. Von schwarzmetallischem Krächzen finden sich auf Lunar Falls aber kaum Spuren. Wohl akzentuiert wie in Songs wie „Solus Ipse“ und „Sovran Shrines“ kommen die markant-infernalischen Laute dann aber doch zum Einsatz, bevor sich wieder eine zauberhafte, sanfte Feinfühligkeit breit macht. Ein bisschen so, als würden King Dude und Chelsea Wolfe aufeinandertreffen und gemeinsam folkige Lieder über ihre Liebe zum norwegischen Metal-Erbe schmettern, während Agalloch die naturromantische Begleitmusik komponiert.

Gewidmet ist „Lunar Falls“ übrigens der verstorbenen Trees Of Eternity-Frontfrau Aleah Starbdrige, welcher Suldusk mit dem folkig-mythischem „The Elm“ gleich in doppelter Hinsicht Tribut zollen; das Stück ist eine Adaption des Titels „Sinking Ships“. Nun ist also auch klar, woher all die perfekt in Szene gesetzte Melancholie rührt. „Lunar Falls“ ist ein Album voller Emotionen und anschmiegsamer Finsternis in jeder Note, das nur um Haaresbreite an der Maximalwertung vorbeirauscht. Dennoch: Das Album darf sich seines Status’ als Geheimtipp sicher sein.

https://www.facebook.com/Suldusk/

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