Kashee Opeiah “Panic in solitude” 2/6

Whirlwind Records
Bewertung: 2/6
Spielzeit: 62:31
Songs: 12

Diese Chemnitzer Gruppe mit dem nichtssagenden Kunstnamen ist über die volle Distanz kaum zu ertragen. Hektisches Gebrüll in der Schnittmenge von Hardcore und Neurosis-artigem Krach. Große Strecken der CD glänzen durch eine fast völlige Abwesenheit von Melodie und Harmonie. Dazu kommen immer wieder und ständig Breaks. Ein sperriger, komplexer und hochintensiver Brocken, der einen nach 30 völlig ausreichenden Minuten ausgelaugt und genervt zurückläßt. Leider ist da gerade erst Halbzeit, und in den nächsten 30 Minuten wird man in der Tat leicht panisch, wie der Albumtitel suggeriert. Ich muß gestehen, daß ich es nicht geschafft habe, das Teil am Stück duchzuhören. Zumal sich die einzelnen Lieder eh nicht groß unterscheiden, vielmehr wie eine einzige große monoton-dissonante Brüll- und Krachorgie rüberkommen. Mit Metal (oder Metalcore) hat das nicht mehr viel zu tun, und ich würde mir so was nie und nimmer kaufen. Wahrscheinlich gibt es auch nur sehr wenig Metaller, die diesem „Was-weiß-ich-Core“-Zeux was abgewinnen können. Im Grunde führen KASHEE OPEIAH den Beweis, daß Metal und Hardcore doch zwei unterschiedliche Musikszenen sind, die wenig miteinander verbindet. Und dafür sollte man ihnen in unserer Zeit dankbar sein!
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