Dodsferd “Spitting with hatred, the insignificance of life” 4/6

Moribund Records
Bewertung: 4/6 – > Gefällt mir
Spielzeit: 55:29
Songs: 6

Wo einige Bands Jahre verstreichen lassen, bis sie wieder mit einem Album aus dem Mustopf kommen, feuern andere in der Frequenz einer Nagel-Pistole ihre Releases raus. Dodsferd gehören zweifelsohne in die zweite Kategorie. Ein Dutzend Veröffentlichungen (davon die Hälfte tatsächlich Alben) in den letzten fünf Jahren ist schon eine Ansage. “Spitting with hatred, the insignificance of life” ist daher auch nicht der einzige Output dieses Jahr – auf dem kleinen koreanischen Label Misanthropic Art Productions ist Anfang Mai auch noch das Live-Album “Hammering brutally your cross” erschienen. Ob man nun jede CD der Griechen um Hauptakteur Wrath kennen und mögen muss, sei dahin gestellt – das aktuelle Studio-Album kann ich Euch jedenfalls empfehlen. Dodsferd machen traditionellen Norse-Core-Black, der authentisch in wenig voluminösen Sound gepackt wurde und trocken-treibend tackert. Die Band hat einen ausgeprägten Hang zu ausufernden, langen Kompositionen (bis zu 14 Minuten), in denen sie atmosphärisch verschiedene Schattierungen ausprobieren können und auch tempotechnisch bis hin zu schnellen, eisigen Attacken variieren. Wrath ist zwar meist am Keifen, kann seiner Stimme jedoch auch eine überaus verzweifelte Klangfarbe geben oder einfach nur inbrünstig schreien. Völlig puristisch gehen Dodsferd nicht zu Werke, speziell “Your kingdom was built in a lie” zeigt deutlich das es auch eine black’n’rollige Ader oder thrashige Anklänge gibt. Die Einleitung mit knurrigem Bass hat fast was von Lemmy. “Spitting with hatred,…” lässt sich gut hören und unterhält.

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