Deceased “Surreal Overdose” 6/6

Shrieks from the hearse Records
Bewertung: 6/6 – > Tipp!
Spielzeit: ca. 43 Min.
Songs: 8

His royal undead weirdness, der König der laufenden Leichen, King Fowley hat nach über 6 Jahren ein neues Album über den Teich geschickt und das hat es in sich! Vom reinen Venom-geprägten Death Metal der frühen Tage (Blueprints for Madness, Luck of the corpse) hat man sich bereits auf “Supernatural Addiction” verabschiedet und immer mehr melodische Leichenteile in den Igor eingesetzt. Auf meine naive Nachfrage, ob er denn von schwedischen Kollegen und deren damals virulenten melodischen Death Metal Klängen beeinflusst sei, meinte King damals: „Maiden, thats where all the Vibes come from“ und Recht hat er! Aber mal der Reihe nach.

Die Basis für den Sound von Deceased bildet Voivod-artiger Thrash. Vertrackte, aber nie sinnlose Wechsel und Speedattacken treiben die untoten Horden an, King Fowley, der mittlerweile live die Drums einem Mitstreiter überlässt, röhrt nicht so sehr wie ein typischer Death Metal Sänger, sondern erinnert mehr an Cronos von Venom, der einfach seine natürlich Stimme so rauh und untot wie möglich klingen lässt. Dazu kommen absolut geniale Gitarrenmelodien, die von den 80s und speziell von Maiden zeugen und dem Gesamtsound den Hauch von alten Göteborg-Scheiben vermitteln. (Übrigens, die meisten der neumodische Metalcore-Teenies plündern denselben Fundus).

Zum Reinhören würde ich empfehlen, mal Cloned (day of the robot) anzutesten. Geniale Nummer, bei der die Hookline nicht mehr aus dem abgestorbenen Gehirn geht. Meine Empfehlung an alle Halbtoten: Schleppt euch zum nächsten Einkaufszentrum mit nur einem Gedanken: Kaufen! AAAARGH.

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