Diabolicum “The Dark Blood Rising” 5/6

Code666 / SPV
Bewertung: 5/6
Spielzeit:
Songs: 0

Rein äußerlich erinnert mich die zweite Scheibe von Diabolicum spontan an Marduk’s ‘Panzerdivison Marduk’ (Mittelstreckenrakete auf dem einen Cover, Panzer auf dem anderen). Geboten wird hier wie dort Black Metal, wobei Diabolicum doch um einiges abwechslungsreicher an die ganze Sache herangehen als ihre Genrekollegen. Highspeedpursiten kommen bei ‘The Dark Blood Rising’ genauso auf ihre Kosten wie diejenigen, die etwas mehr wert auf Atmosphäre und Spannung legen. Maschinengewehrmäßige Drumattacken (mit Betonung auf Attacken) lösen sich mit keyboardlastigen, atmosphärischen Parts ab, so daß eigentlich niemand enttäuscht werden sollte. Zwecks Spannung flechtet man immer wieder Samples ein, die es auch schaffen diese geschickt zu steigern. Hin und wieder rückt das Keyboard stärker in den Vordergrund, wie z.B. bei ‘The War Tide (All Out Genocide)’, ohne dabei nur einen Teppich zu legen, sondern vielmehr um die Führung im Lied zu übernehmen, daher tendieren manche Songs auch etwas in die Elektro-Ecke. Diabolicum schaffen es auch einige Kollegen wie John Nodveidt (Dissection), Dirge Rep (Enslaved) oder auch Martin Shirenc (Pungent Stench) ins Studio zu holen, die alle entweder an den Texten oder lead vocals beteiligt waren. Die Produktion ist mir streckenweise etwas zu dumpf geworden, wobei man größtenteils doch einen sehr klaren und differenzierten Sound hat. Ich finde Diabolical haben einen guten Mittelweg zwischen Geballer und Atmosphäre gefunden, so daß die Scheibe auch nach dem x-ten Anhören nicht langweilig wird.

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