Cién – Ecce Homo 4/6

cien ecce homoOld Temple

Bewertung: 4/6 -> Find’ ich gut!

Songs: 7

Spielzeit 45:11

„Ecce Homo“ ist weder menschlich noch Allzumenschliches, sondern Misanthropie in Reinform. Cień entledigen sich unnötiger Death-/Doom-Einschübe und huldigen dem Schwarzmetall der alten Schule. Die Polen hacken und sägen auf traditionelle Weise: Satanische Growls, tosende Drumpatterns und Blastbeats, die alle Bassläufe verschlingen. Der Star der jungen Krakauer Band ist definitiv Gitarrist Gulver. Seine Klampfe verleiht dem Gesamtbild den düsteren Teint, den es zur Abrundung benötigt. Er trägt auch dazu bei, dass der Sound hie und da eine tieftraurige Note erhält.

Vielleicht ist das die Schwäche des Albums. Herausragend sind vor allem die Momente, in denen Cień einen Gang zurückschalten. Wenn sich Wut in Verzweiflung verwandelt und der konventionelle Black Metal zu atmosphärischem DSBM der Marke Nyktalgia zerfließt, erreichen die Krakauer den musikalischen Höhepunkt. Das geschieht nur selten. Die Polen beherrschen ihr Handwerk, bewegen sich insgesamt jedoch auf Standard-Niveau. Es bleibt zu hoffen, dass spätere Werke mehr Individualität entfalten. Die Voraussetzungen sind da.
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https://cien.bandcamp.com/

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