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Archontes „The World where Shadows come to Life“ 5/6

1 Januar 2002

Valiant Music
Bewertung: 5/6
Spielzeit:
Songs: 0

Metal aus Russland, True-Metal vermutlich, so dachte ich. Stimmt auch halbwegs, aber diese Platte ist eindeutig eher den alten Power-Metal-Sachen verhaftet als den heute modernen. Das mag zum Großteil schlicht am rauen Sound liegen, durch den das Teil einfach weit minimalistischer daherkommt und vielmehr knallt als der ganze überproduzierte Kram von heute. Ein hervorragend klischeehaftes Intro (Tür öffnet sich, eine verzerrte Stimme redet Schwachsinn) eröffnet den Reigen, der mit ein paar Spinettklängen und gesampeltem Frauengesang startet. Anfänglich ist der Titeltrack verhalten, bevor er losbratzt. Überragend ist die Spielfreude und der Wahnsinnsgesang. Hoch, immer höher will der Typ hinaus, die Stimme neigt zu Überschlägen und haut einfach rein. Nur liegen zu viele Keyboardflächen herum. Dafür spielen die Jungs gnadenlos schnell, haben schöne Chöre, einfache Songs und liefern eine gelungene Melange aus True- und Power-Metal, sind sich für keinen noch so bescheuerten Effekt zu schade – spitze Schreie, bekloppte Samples – und vermitteln schlicht gute Laune. Mein Favorit ist Whisper of Time, wo der Sänger immer einen Ton höher singt, als er kann (Ich habe lange nach einem passenden Vergleich gesucht, mir fällt allerdings nur der Syrus-Sänger ein.). Klingt dadurch, als sei jemand am Ertrinken. Untermalt wird das durch einige folkloristische Elemente und wohldosierte Stromschläge von der E-Gitarre. Ein weiteres Highlight stellt das tragische Mother Russia dar, in dem man mit den Jungs einfach über Russland weinen muss. Sie glauben noch an Wunder… Das Lied gestaltet sich sehr schleppend und dann plötzlich bricht der Refrain hervor – mit einem tollen Chor. Anschließend ist wieder die ganze Verzweiflung der Herren zu erkennen, es wird etwas mehr zur Gitarre gegriffen, und wieder geht es los. Einige der anderen Songs wie beispielsweise Fear is the Conscience of Villains oder The Rules of real Life weisen mir dann aber wieder entschieden zu viele unnötige True-Metal-Allüren (billige Chöre) auf bzw. viel zu viel Keyboard. Aber na ja, es kann ja nicht alles perfekt sein. Mir macht die Platte jedenfalls Spaß, und fünf Punkte sind bedenkenlos drin.
www.archontes.ru

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Archontes „The World where Shadows come to Life“ 5/6

15 August 2001

Valiant Music (Vertrieb in D: Morbid Records)
Bewertung: 5/6
Spielzeit:
Songs: 0

Metal aus Russland, True-Metal vermutlich, so dachte ich. Stimmt auch halbwegs, aber diese Platte ist eindeutig eher den alten Power-Metal-Sachen verhaftet als den heute modernen. Das mag zum Großteil schlicht am rauen Sound liegen, durch den das Teil einfach weit minimalistischer daherkommt und vielmehr knallt als der ganze überproduzierte Kram von heute. Ein hervorragend klischeehaftes Intro (Tür öffnet sich, eine verzerrte Stimme redet Schwachsinn) eröffnet den Reigen, der mit ein paar Spinettklängen und gesampeltem Frauengesang startet. Anfänglich ist der Titeltrack verhalten, bevor er losbratzt. Überragend ist die Spielfreude und der Wahnsinnsgesang. Hoch, immer höher will der Typ hinaus, die Stimme neigt zu Überschlägen und haut einfach rein. Nur liegen zu viele Keyboardflächen herum. Dafür spielen die Jungs gnadenlos schnell, haben schöne Chöre, einfache Songs und liefern eine gelungene Melange aus True- und Power-Metal, sind sich für keinen noch so bescheuerten Effekt zu schade – spitze Schreie, bekloppte Samples – und vermitteln schlicht gute Laune. Mein Favorit ist Whisper of Time, wo der Sänger immer einen Ton höher singt, als er kann (Ich habe lange nach einem passenden Vergleich gesucht, mir fällt allerdings nur der Syrus-Sänger ein.). Klingt dadurch, als sei jemand am Ertrinken. Untermalt wird das durch einige folkloristische Elemente und wohldosierte Stromschläge von der E-Gitarre. Ein weiteres Highlight stellt das tragische Mother Russia dar, in dem man mit den Jungs einfach über Russland weinen muss. Sie glauben noch an Wunder… Das Lied gestaltet sich sehr schleppend und dann plötzlich bricht der Refrain hervor – mit einem tollen Chor. Anschließend ist wieder die ganze Verzweiflung der Herren zu erkennen, es wird etwas mehr zur Gitarre gegriffen, und wieder geht es los. Einige der anderen Songs wie beispielsweise Fear is the Conscience of Villains oder The Rules of real Life weisen mir dann aber wieder entschieden zu viele unnötige True-Metal-Allüren (billige Chöre) auf bzw. viel zu viel Keyboard. Aber na ja, es kann ja nicht alles perfekt sein. Mir macht die Platte jedenfalls Spaß, und fünf Punkte sind bedenkenlos drin.
http://valiantmusic.musica.mustdie.ru/ oder http://archontes.com.ru/

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