Vendetta “Feed the extermination” 3/6

Massacre Records
Bewertung: 3/6 – > Akzeptabel
Spielzeit: 49:06
Songs: 10

Anfänglich könnte man meinen, Vendetta sind auch vom ‘Manchmal-kommen-sie-wieder-Virus’ befallen. Der sorgt dafür, dass Kapellen, die bereits in den Achtzigern oder frühen Neunzigern munter gelärmt haben, nach jahrelanger Funkstille wieder auftauchen. Nach zweiten, prüfendem Blick passen Vendetta jedoch nicht ins typische Virus-Opfer-Schema: 1. Sind sie bereits seit fast zehn Jahren erneut aktiv, 2. erschien mit “Hate” schon 2007 das eigentliche Comeback-Album (von dem vermutlich nicht viele Notiz genommen haben) und 3. ist von der eigentlichen Besetzung kaum noch einer dabei. So oder so wird “Feed the extermination” nicht zu höheren Weihen gelangen, da das Songmaterial zu bieder und altbacken thrasht, die wirklichen Aufreger fehlen, den Vocals eine Blutauffrischung gut tun würden und der Versuch eine eher ruhige Nummer zu schreiben mit “Abuse” mächtig ins Nachthemd geht. Stylistisch sind Vendetta nicht ausschliesslich Old-School, auch wenn manch hektischer Klöppel-Part freundlich-nostalgisches Mitbangen provoziert (“Tremedous brutality” oder “Storage of anger”). Speziell im Midtempo-Bereich liegen Inspirationen für Groove und Shred klar in neuzeitlicher Epoche. Alles soweit nett gemacht, aber nur für einen kleinen Kreis von Die-Hard-Fans oder Allessammlern interessant – wie bei einer Thekenmannschaft von Hobbykickern: das Handwerkszeug ist durch jahrelange Aktivität routiniert eingeschliffen, gemacht wird es aus Spass an der Sache und Interesse zeigt nur eine überschaubare Anzahl Freunde und Bekannte.

www.vendetta-band.de
www.myspace.com/vendettapower

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