Sabaton “Coat Of Arms” 5/6

Nuclear Blast
Bewertung: 5/6 -> mächtig
Spielzeit: 47:15
Songs: 12 (inkl. Bonus Track)

Bei Sabaton folgt auf ein absolutes Weltklasse-Album jedes Mal eine Schlachtplatte, die “nur” als hervorragend bezeichnet werden kann. Das liegt wohl an dem enormen Verschleiß, dem Mensch und Material bei der Kampagne der Schweden ausgesetzt sind. Kaum die aktuelle Platte draußen, schon sind sie wieder unterwegs, 60 Einsätze in 25 Länder. Mal eben ein Videodreh in Warschau zum Gedenken an die Opfer des Aufstandes von 1944 beendet und schon geht es wieder weiter zu neuen Fronten.

Coat Of Arms lässt ebenfalls wenig Zeit zum Atemholen. Der Titelsong zum Auftakt ist ein schöner Stampfer in der Tradition von „Wolfpack“. Danach wird mit „Midway“ und „Screaming Eagles“ die Feuerrate nochmal deutlich gesteigert. Auch wenn die Fallschirmjäger nicht ganz an die Klasse von Art of War herankommen, so liegen sie immer noch über der eher einfach gestrickten „Attero Dominatus“. Auf jeden Fall ist mit dieser Scheibe eines klar: Sabaton ist kein „one-album-wonder“, die Burschen haben die Klasse, auch unter der Belastung eines Abnutzungskampfes aus Touring, Recording und wieder Touring ohne Pause hochkarätige Songs aus dem Rohr zu feuern.

Mir fällt es schwer, Anspieltipps aus dem Album herauszupicken, aber das wütende “Screaming Eagles”, das die Schlacht um Bastogne 1944 aus amerikanischer Sicht darstellt sowie das epische “Uprising” sind sicherlich Höhepunkte. Zu den Texten muss man noch ein Wort verlieren: Obwohl die Metaller die schaurige Ästhetik des Krieges, besonders des 2. Weltkrieges in allen Facetten zelebrieren, geraten sie nie in die Gefahr, distanzlos Verbrechen zu verherrlichen oder sich in larmoyantem  ZDF-Pathos zu ersäufen. Respekt! Und vorwärts!

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