Qrujhuk “Triumph of the Glorious Blasphemy” 0/6

Kerzakraum Records
Bewertung: 0/6
Spielzeit: 41:25
Songs: 9

Wenn man glaubt, bereits den schlechtesten Black Metal aller Zeiten gehört zu haben, geht es anscheinend immer noch eine Stufe tiefer. Neulich erreichte uns ein Päckchen eines koreanischen Labels, welches diverse Veröffentlichungen dieses Kalibers beinhaltete. Es scheint, als habe der unselige Trend der frühen Neunziger, jeder Band, die ein Instrument halten kann, und einen unausprechlichen Namen, sowie ein klischeehaftes Auftreten hat, eine Chance zu geben erst jetzt den fernen Osten erreicht. Eigentlich würde für diesen geballten Mist eine Sammelrezension ausreichen, aber es sollte wohl vor jeder einzelnen Kapelle separat gewarnt werden, man kann sein Geld wahrlich sinnvoller anlegen, eine sinnvolle Alternative wäre beispielsweise, es einfach in den Gulli zu werfen, da hätte man bedeutend mehr Spaß! Eigentlich reichen auch wenige Sätze aus, um das Desaster zu beschreiben, ich stelle die Beschreibung des Labels einfach mal voran: „ 42 minutes of raw, naturalistic, folkish Black Metal from Japan“ meine Interpretation: Talentfreie Musiker treffen auf einen tauben Labelchef. Ich rechne den „Musikern“ allerdings hoch an, daß sie den Mut aufbringen, sich mit diesem Mist in die Öffentlichkeit zu wagen. Am faszinierendsten an diesem Machwerk fand ich, daß man förmlich das Hirn des Gitarristen arbeiten hört, während er überlegt, welchen Standardakkord er als nächstes auf dem Griffbrett greifen muß, und vor allem wie man ihn greift. Ich habe selten so holprige Gitarren gehört. Es macht fast den Eindruck, als hätte man hier einfach die Übungen eines Anfängers ein wenig mit anderen Instrumenten nachträglich aufgepeppt. Jetzt habe ich mich aber wirklich lange genug mit diesem Dreck beschäftigt. Klare Empfehlung für Millionäre!
www.nerbilous.org/

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