Pantokrator “Aurum” 3/6

Whirlwind Records
Bewertung: 3/6
Spielzeit: 50:08
Songs: 10

Auf den ersten Blick schaut’s aus, als könne sich der PANTOKRATOR nicht entscheiden. Und zwar zwischen der schwedischen und der amerikanischen Death Metal Variante. Einerseits gibt es (spärlich) Melodien und experimentellen Frauengesang (zugegeben, nur im letzten Lied „The hidden treasure“), andererseits geht’s in typisch traditionellem Mid-tempo recht heftig geradeaus. Die Überhand gewinnt am Ende dann aber doch die alte Schule, nicht zuletzt durch den herausragenden, keine Kompromisse machenden Chefgrunzer Karl Walfridsson, der viel dazu beiträgt, daß „Aurum” ein grundsolides, wenn auch etwas gesichtsloses Stück Todesblei geworden ist. Blastbeats und standardmäßiges Geknüppel dominieren, dazwischen einige wenige schwedische Farbtupfer zur Auflockerung. Erwähnenswert sind die Texte. Völlig genre-unüblich werden biblische Geschichten aus dem alten Testament erzählt, die in ihrem Zusammenhang ein dahinter liegendes Konzept vermuten lassen. Ob sich dahinter auch eine christliche Grundeinstellung verbirgt? Gut möglich, durch die Wahl ihres Namens (Der Pantokrator, der auferstandene Christus auf dem Thron, wird besonders in der Ostkirche verehrt) und die Gestaltung der CD lassen die fünf Schweden durchaus raushängen, daß sie wissen, was sie tun. PS: Ende der 90er Jahre gab es eine deutsche Thrashband gleichen Namens, die eine Zeit lang im Untergrund recht aktiv war und neben einigen Demos sogar eine eigenproduzierte MCD zuwege brachte. Danach verschwanden sie in der Versenkung und man hat nie wieder was gehört…

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