Saphena “Das Leben wird zu Glas” 2/6

Whirlwind Records
Bewertung: 2/6
Spielzeit: 52:09
Songs: 11

Eine Extrem-Truppe mit deutschen Texten? Als Münchner fallen einem da natürlich als erstes die SCHWEIßER (R.I.P.) ein. Und der Vergleich ist in der Tat nicht ganz so abwegig, auch wenn heutzutage so etwas unter der Rubrik Metalcore einsortiert wird. Qualitativ kann man der Schweißtruppe allerdings (noch) nicht im mindesten das Wasser reichen. Das eingängig-groovige Moment, um das sich SAPHENA hörbar bemühen, kriegen sie nicht wirklich hin. Im D-Zug rauschen die Lieder an einem vorbei, ohne daß, selbst nach mehreren Durchläufen, viel hängenbleibt. Und auch produktionstechnisch ist das ganze eher unteres Niveau: die Gitarren sind viel zu leise, Gesang und Schlagzeug viel zu laut. Der Mix paßt überhaupt nicht. Ein weiteres Manko der Chemnitzer Krawallbrüder sind ihre Texte. Angefangen beim Albumtitel, fragt man sich ständig, was sie einem damit sagen wollen. Man kann sich des Eindrucks kaum erwehren, daß sie das selber nicht so genau wissen. Belanglos und nichtssagend, von so manchem bestimmt für große Kunst gehalten, kämpft man mit der Muttersprache. „Das Leben wird zu Glas“ würde alles in allem als mittelprächtiges Demo durchgehen. Ein komplettes Album ist aber noch ’ne gute Nummer zu groß.
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