Misery Index “Pulling out the nails”

Hammerheart Records
Bewertung: Ohne
Spielzeit: 55:45
Songs: 21

Misery Index stehen in Eurer Gunst ganz weit oben, aber Euch fehlen in der Sammlung noch einige ihrer frühen EP- oder Split-Releases? Oder Ihr steht nicht so auf Vinyl und würdet das Zeug lieber gern in Silberplaste gebrannt genießen? Oder aber Ihr habt den ein oder anderen Siebenzöller, seid aber zu faul zum umdrehen bzw. wechseln und hört die Amis lieber am Stück? Wie auch immer – “Pulling out the nails” ist die Antwort auf alle Fragen. Die CD-Compilation wurde 2010 von der Band selbst aufgelegt und in kleiner Stückzahl (bei Konzerten) verkauft. Hammerheart bringt das Teil in aufgehübschter (Re-Mastering) und ergänzter Form (mit Live-DVD eines Konzertes im Berliner K17) auf den Markt. Mit 30 Stücken von den Split-EPs mit Commit Suicide, Structure of Lies, Bathub Shitter und Mumakil, den Beiträgen zur 4-Way-Split “Created to kill”, sowie den Misery Index-Solo-EPs “Overthrow”, “Dissent” und “Hang em high” bekommt ihr das gesamte Programm von 2001 bis 2008. Damit lohnt sich die Compilation auch deutlich mehr als die Relapse-Zusammenstellung “Dead sam walking”, die es nur auf schlappe 12 Stücke (davon auch noch einiges in Demo- oder Live-Versionen) bringt. Auf Grund der verschiedenen Aufnahme-Zeitpunkte ist der Sound (trotz Remastering) nicht homogen, erkennbar ist der Weg, den Misery Index seit einem Jahrzehnt konsequent gehen, ohne Probleme. Musikalisch gibt es logischerweise wenig Überraschungen: straighter MI-Ami-Death/Grind, mal groovend, mal zerbröselnd, aber immer auf den Punkt gebracht. Einziger Moment der da aus dem Rahmen fällt, ist die Akustik-Version von “Discordia”, die Misery Index in die Tracklist gemogelt haben.

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