Metalium “Incubus- Chapter Seven” 4/6

Massacre Records/ Soulfood
Bewertung: 4/6
Spielzeit: 46:22
Songs: 10

METALIUM polarisieren: Für viele sind sie lediglich ein verunglücktes All-Star-Projekt, das – mit klarem Blick auf den Geldbeutel – aus dem Boden gestampft worden ist, als sich die Power-Metal-Welle gerade auf dem absoluten Höhepunkt befand, andere wiederum schätzen einfach die sehr eingängigen Edelstahl-Hymnen des Quintetts und scheren sich einen Dreck um die personellen Quereleien der Frühphase. Fakt ist, dass METALIUM seit Jahren konstant hohe Qualität liefern, ohne dabei in die göttlichen Sphären der ganz Großen vorzustoßen. Mit guten, wenn auch nicht genialen Songs und einer sehr professionellen Präsentation haben sich METALIUM `ne beachtliche Fanbasis aufgebaut und Album Nummer sieben, namentlich „Incubus- Chapter Seven“, wird diese Entwicklung sicher noch ein Stück vorantreiben. Die Songs sind ohne Ausnahme gut – es gibt keinen einzigen Ausfall – aber es fehlen leider auch die ganz intensiven Gänsehautmomente. Obwohl den Jungs bisher noch keine amtlichen Klassiker gelungen sind, ragen sie trotzdem aus dem Power-Metal-Durchschnitt heraus, weil sie es schaffen, trotz aller Eingängigkeit und Mitsingbarkeit nahezu völlig unpeinlich zu bleiben.
Über die handwerklichen Fähigkeiten oder den Sound muss ich keine großen Worte verlieren, denn METALIUM liefern wie gewohnt hochwertige Maßarbeit ab. „Incubus- Chaper Seven“ knallt deftig, ohne allzu klinisch oder synthetisch zu klingen.
Was soll ich jetzt noch lange rumlabern? Für Power-Metal-Fans sind METALIUM `ne feste Bank, auch wenn sie mich nie so recht begeistern konnten. Hört einfach mal in die Vorzeigenummern „Take Me Higher“, „Incubus“ und „At Armageddon“ rein!

P.S.: Liebe Verantwortliche bei Massacre Records, ich kann ja verstehen, dass ihr Euch vor Internetpiraterie schützen wollt, aber diese ständigen Voice Overs auf den Promo-CDs nerven wirklich ganz furchtbar. Ehrenhalber muss man aber sagen, dass das Gelaber dieses Mal wesentlich geschickter und weniger stressend platziert worden ist als auf früheren Veröffentlichungen.

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