Legacy “Sickening Foresight”

Eigenproduktion
Bewertung: Ohne Wertung
Spielzeit: 20:56
Songs: 0

„Legacy“ gibt es jetzt schon seit 1994, und sind im deutschen Underground schon lange kein unbeschriebenes Blatt mehr. Im Vorprogramm von Sodom, Tankard, Den apokalyptischen Reitern, Fleshless oder als Opener des Fuck the Commerce IV konnte man bisher schon mehr als nur einmal auf sich aufmerksam machen. 1998 spielten „Legacy“ ihre erste Demo-CD “Art Of Killing” ein, von welcher auch später der ein oder andere Song auf diversen Underground-Samplern auftauchte. Im Frühjahr 2001 erschien dann die zweite Langrille “Pain For The Masses”, welche eindeutig den klaren Fortschritt der Band widerspiegelte. Aber genug um den heissen Brei geredet. „Sickening Foresight“ glänzt durch 5 Songs und man kann ohne zu übertreiben behaupten, dass es „Legacy“ gelungen ist, eine verdammt geile Scheibe einzuspielen. Einziger Kritikpunkt ist der Sound, der sich leider ein wenig unterproduziert anhört, was sehr schade ist, da man sich mit einer gepressten CD und einem gedrucktem Booklet schon ganz schön ins Zeug gelegt hat. Der Opener „Psychotic Warfare“ beginnt mit einem kurzen Bombenhagel und brettert gleich in bester Death-Grind-Manier los. Ein cooler Midtempopart und dann wieder Blasbeats…wirklich sehr schön. Aus heiterem Himmel und ohne Vorwarnung ein sehr stranger Cleanpart, der aber nach sehr kurzer Zeit wieder in einen Midtempopart übergeht. „Harvest“ ist sehr midtempolastig, und walzt alles nieder was ihm in den Weg kommt. Im Mittelteil kommt ein kurzer Part, wo kurzeitig nur der Bass das Sagen hat, was mit persönlich sehr gut gefällt und dem Song die gewisse Würze verleiht. Der 3. Song im Bunde hebt sich ein wenig von seinen Vorgänger ab, da er vom Riffing her schon eher in Richtung Trash-Metal geht, und auch mit einer ordentlichen Portion Melodie versehen ist. Aber der geile, sehr tiefe und böse „Gesang“ zieht das ganze auf jeden Fall in Richtung Death-Metal. „Mental Suicide“ tendiert auch wieder leicht in die Trash-Richtung, und leichte Parallelen mit Defleshed lassen sich nicht leugnen. Dieser Song ist live bestimmt ein totales Brett, da der Bangfaktor bei vollen 100% liegt. In der Mitte ein sehr schöner, melodischer und schwedentypischer Part, und dann wieder sofort rein in die Vollen. Der letzte Song der Scheibe eröffnet mit einem slayertypischen Intro und läuft wieder in die zuvor eingeschlagene Richtung mit einem Hauch mehr Schwedentod. „Sickening Foresight“ ist ein sehr schönes Album, und es macht echt Spaß, diesem intensiv zu lauschen. Bei nur einmal anhören bleibt es da bestimmt nicht.