Jack Slater “Extinction aftermath” 5/6

Unundeux
Bewertung: 5/6 -> mächtig
Spielzeit: 34:12
Songs: 10

Nach 15 Jahren Bandgeschichte kann man Jack Slater ohne schlechtes Gewissen als Veteranen der hiesigen Extrem-Metal-Szene bezeichnen. Vier volle Alben in vergleichbarer Zeit haben andere Bands zwar locker getoppt, ob die sich aber auch wie die Slaters auf hunderten Gigs den Arsch ab- und einen guten Ruf erspielt haben ist eine ganz andere Frage.

“Extinction aftermath” bietet die selbe Intensität wie eine Slater-Konzert und Dank der Wieslawski-Brüder (Hertz Studios) auch in Top-Sound-Qualität. Die Vielfältigkeit des Songmaterials kommt durch die Transparenz und Differenziertheit sehr gut zur Geltung. Da fallen einzelne Bassläufe oder Gitarrenanschläge direkt ins Ohr. Technisch auf hohem Niveau metzeln Jack Slater nach wie vor und schütteln manchmal wahnwitzige Frickel-Leads aus dem Ärmel, dass einem schwindlig wird. Dies passiert aber gerade nur so oft, wie es noch aufnehm- bzw. konsumierbar ist.

Deutlich häufiger ballern die Bonner brachial und straight oder nehmen den Banger vor den Boxen mit unwiderstehlichen Passagen mit auf den Weg ins Nackenwirbel-Valhalla. Dezent vorhandene Midtempo-Parts reichen gerade zum Luft holen und Energie sammeln. Prägnant bei Jack Slater sind die (immer noch) durchgängig in deutsch gehaltenen Vocals. Durch die manchmal merkwürdig gepresste, gequälte, wahnsinnige Art unterstreichen diese die teils völlig unterschiedliche Charakteristik der Tracks. Vielleicht kann man für Slater eine neue Schublade aufmachen, die da Schizo-Death heißt…

However – ein fettes Teil, bei dem man auch nach ein paar Hördurchläufen immer wieder mit neuen Feinheiten konfrontiert wird. Nix zum nur nebenher hören, sondern eher zum intensiv entdecken.

Jack Slater im Web:
http://www.jack-slater.de/
http://www.myspace.com/jackslater666
http://twitter.com/jackslater666
http://www.youtube.com/jackslater667

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