Fleshcrawl “Soulskinner” 5/6

Metal Blade
Bewertung: 5/6
Spielzeit:
Songs: 0

Zeitlos. Soll man das Schaffen der schwäbischen Band charakterisieren, dann geht das in einem Wort. Oder von mir aus in acht: zeitlos klassischer Up-Tempo Death Metal der allerfeinsten Sorte. Trends kommen und gehen. Fleshcrawl werden bleiben. Musiker verändern ihre Musik im Laufe der Jahre, entwickeln sich weiter, kehren zurück zu ihren Wurzeln (oder auch nicht). Fleshcrawl werden nie zu ihren Wurzeln zurückkehren, weil sie die nämlich nie verlassen haben. Sie sind so berechenbar und laufen so rund wie ein gut geschmiertes Schweizer Uhrwerk. In ihrer Beständigkeit und Kompromißlosigkeit so typisch schwedisch, daß es schon wieder typisch deutsch ist. Wobei derartige Eigenschaften hierzulande im Schwabenländle ja noch besonders hochgehalten werden. ‘Soulskinner’ liegt haargenau auf der Linie der 5 Vorgänger, und das ist auch gut so! Weiterentwicklung findet hier nur in den musikalischen Fähigkeiten der Jungs statt und … bei der obligatorischen Coverversion! Nachdem auf der letzten Scheibe schon Exciter für Aufregung sorgten, wird jetzt, für fleshcrawlsche Verhältnisse nahezu revolutionär, Judas Priest gecovert (‘Metal Gods’ vom 80er ‘British Steel’-Album). Ob bei der nächsten Platte wohl ‘Deep Purple’ dran glauben muß? Was sich mit ihrem aktuellen Album allerdings ändern könnte, ist der Status der Band. Mit ‘Soulskinner’ könnte es gelingen, einen großen Schritt nach vorne zu tun – hinaus aus dem Untergrund und hinein ins Licht der Sonne. In verkaufstechnischer Hinsicht, versteht sich. Musikalisch spielen sie längst, spätestens seit ihrem letztjährigen Album ‘As blood rains from the sky…’, in der Champions League. Ich denke, sie schaffen das auch. Nie waren die Zeiten günstiger, und daß sich Fleiß und jahrelange, mühevolle Arbeit am Ende auszahlen, auch das ist schwäbische Art. Ich denke, alles, was sich auf Erden Death Metaller schimpft, kann hier blind zugreifen.
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