Diabolos Dust “Ruins of mankind” 4/6

Massacre Records
Bewertung: 4/6 – > Find ich gut
Spielzeit: 53:00
Songs: 11

“Ruins of mankind” ist (zumindest bei einem kleineren Teil der Leser) Bekanntes in neuer Verpackung. Kam die CD 2010 noch in Eigenregie der Landshuter heraus, gibt es jetzt mit Unterstützung von Massacre den Re-Release auf deutlich verbesserten Vertriebswegen. Am Produkt selbst hat sich bis auf ein verändertes Artwork nichts getan. Dieser Austausch war jedoch auch dringend notwendig, hatte doch das ursprüngliche Cover mit dem Axt-schwingenden, Ledenschurz-bewerten Krieger und seiner ähnlich üppig bekleideten, blonden, bereits etwas angeschlagenen Begleitung vor dem Stacheldrahtzaun eines Kraftwerks einen nicht unerheblichen Schmunzelfaktor. Signifikant besser ist das neue Bild jedoch auch nicht. Hat ein bisschen was von Resterampe. Musikalisch zeigen sich Diabolos Dust deutlich treffsicherer, die vom Label gewählte Schublade ‘Thrash Metal’ ist jedoch ein bisschen zu klein für das Quartett. Zwar riffen die Mannen gerade zum Start los wie die Amtmänner und holen auch im zweiten Teil des Albums (“The mirror” & “Never surrender”) noch einmal die gröben Äxte raus, gehen daneben auch noch mehr in die Tiefe und verzichten zu Gunsten von ausgearbeiteten Arrangementes, Melodik und Abwechslung regelmässig auf puren Druck. Dosiert kraftvoll würde ich mal sagen. Mit ihrer Art Power und Thrash zu verbinden, erinnern mich Diabolos Dust manchmal an die längst verblichenen Blackend. Die bekanntere Referenz ist in Teilen sicher Metallica. Mir fiel das Einhören in “Ruins of mankind” anfangs schwer, da nicht alle Stücke gleichermaßen gut reinlaufen und gerade im Mittelteil der CD einige Tracks aufeinander folgen, bei denen ich den Faden verliere bzw. die so vor sich hinstampfen. Tja, und der stärkste Song auf dem Album steht erst am Ende: “Never surrender” finde ich richtig klasse. Die Basis stimmt bei Diabolos Dust definitiv. Was bis zum nächsten Mal verbesserungswürdig wäre: die vorhandenen Ideen in Sachen Songaufbau noch griffiger zusammenpacken, Vocal-Front stärken (Vielseitigkeit ist da, aber Präsentation zeigt noch Schwächen) und mehr Stücke vom Schlage “Never surrender”. Bis dato wackelige vier Punkte.

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