Arallu “The demon from the ancient world” 1/6

Epidemie Records
Bewertung: 1/6
Spielzeit: 47:30
Songs: 0

Allein der beiliegende Promozettel oder sollte ich besser sagen allein die Neugier auf das, was sich wohl hinter solch markigen Sprüchen wie „The Pioneers Of Mesopotamian Underground Black Metal – Demons Are Coming From The Desert verstecken kann, drängte mich dazu mir diese CD zu Gemüte zu führen.
Vom äußeren Erscheinungsbild her hätte ich keine Black Metal Band dahinter vermutet.
Nun gut toller Spruch, aber was bedeutet es jetzt konkret?
Beim weiteren aufmerksamen lesen stieß ich auf Dämonen, welche ich wohl besser in der Wüste bei den Kamelen gelassen hätte.
Laut Promozettel handelt es sich hierbei um Barbarian Black Metal mit arabischen Rhytmen.
Weiterhin bezieht man Einflüsse von Thrash Bands der Achtziger.
Bevor ich mir meinen Kopf darüber zerbreche was, das jetzt zu bedeuten hat und mir den selbigen darüber wohlmöglich noch zerbreche habe ich es mir doch lieber angehört.
Fangen wir mal mit den Thrash Einflüssen an. Die sind ganz klar vorhanden, wenn auch nicht bei jedem Lied stark vertreten sind sie unbestreitbar da.
Genauso wie der Rest des beschriebenen und genau hier fängt es an kritisch zu werden.
Die eingangs erwähnten arabischen Einflüsse tauchen immer wieder in Form von Rhythmen und Melodien auf und werden dabei von landesspezifischen Instrumenten unterstützt.
Beim hören beschleicht mich immer wieder das (ungute) Gefühl, als hätte Herr Cavalera hier einen experimentellen Gastauftritt gehabt.
Nein, so schlimm ist es auch wieder nicht. Ich muss aber sagen, dass diese arabischen Einflüsse die Musik doch erheblich trüben und sich mit Black und Thrash Metal einfach nicht gut kombinieren lassen.
Die Texte der Israelis habe ich, mir bei allem Willen den ich aufbringen wollte, nur kurz überflogen, um deprimiert festzustellen, dass man offenbar dem gehörnten Meister treu ergeben zu sein scheint.
Die Inspirationen zu ihren musikalischen Ergüssen ziehen die Israelis wahlweise aus der Wüste oder aus den sie im Alltag umgebenen Krieg und Terror.
Irgendwie lässt sich diese Mischung, aus so grundverschiedenen musikalischen Einflüssen, in meinen Augen zu nichts handfestem zusammensetzen. Die unterschiedlichen Einflüsse scheinen sich vielmehr abzustoßen, als sich zu ergänzen.
Einen Punkt gibt’s trotzdem für teilweise gute Ansätze. www.epidemie.cz
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