Yggdrasil “Kvaellningsvindar oever Nordroent Land” 4/6

Det Germanske Folket
Bewertung: 4/6
Spielzeit: 56:46
Songs: 9

Als erste Hürde bei Yggdrasil gilt es den Albumtitel richtig zu schreiben. „Kvaellningsvindar oever Nordroent Land“, das erste Full-length-Album der Schweden, ist ein komplett in schwedisch vorgetragenes Debut und dem klassischen Folk (Black) Metal zuzuordnen. 2 Demos produzierte das Gespann bereits 2001 sowie 2003, diese dürften jedoch den meißten als unbekannt erscheinen, liegen mir doch dazu keine Infos zu Stückzahl/Vertrieb etc. vor. Also nun zum vorliegenden Debutsilberling. Eins vorweg. „Kvaellningsvindar….“ klingt ursprünglich, nicht gekünstelt, hätte bereits in den 90er Jahren veröffentlicht werden können. Der Sound ist keineswegs modern und auch die Songs klingen in Aufbau, Struktur und Melodieführung sehr authentisch. Dafür gibt`s dicke Pluspunkte, gerade im Zuge der hoch schwappenden Folk Metal-Welle. Zwar besteht die Frage, aufgrund des recht jungen Gründungsjahres, ob Yggdrasil nicht auch Teil dessen sind. Wenn ja, klingen sie jedoch keineswegs danach. „Kvaellningsvindar…“ besticht durch herrlich vorgetragenen Folk Metal mit Black Metal-Anleihen, größtenteils im Midtempo angesiedelt. Viele folkige Instrumente wie Violine, Maultrommel, Akkustikgitarre unterstützen den Charakter der Songs und erzeugen ein wahrlich „skandinavisches“ Feeling. Der Gesang ist größtenteils zweistimmig klar gesungen, gut intoniert und passend eingesetzt. Viele Parts finden sehr schnell einen direkten Weg in den Gehörgang und bleiben auch akut dort hängen, Beispiel Song 4 „Gryningstid“, einem wirklich sehr ausgefeilten und interessanten Folk-Metal-Stück. Einzige Kritikpunkte meinerseits an diesem Output sind die teils zu langatmig gehaltenen Parts mit etlichen Wiederholungen, sowie der teils unausgegorene Frauenklargesang. Alles in allem eine sehr interessante Veröffentlichung, die ich jedem Anhänger des traditionellen Folk Metal-Sounds ans Herz lege. In Zukunft wird sicher noch eine Menge von Yggdrasil aus Schweden zu hören sein, denn sie gehören definitiv zu den besseren Newcomern dieser Art.
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