Vader “Welcome To The Morbid Reich” 5/6

Nuclear Blast
Bewertung: 5/6 -> Mächtig!
Songs: 14

Wenn ich ehrlich sein soll, haben mich VADER nach ihrem Überalbum „Litany“ (im Frühjahr 2000 erschienen) nicht mehr sonderlich interessiert. Die Nachfolgewerke waren zwar allesamt gut bis sehr, sehr gut, aber es fehlten meines Erachtens nach jene zwingenden Ohrwürmer, welche „Litany“ bis heute zum absoluten Highlight des VADER-Katalogs machen.

„Welcome To The Morbid Reich“ macht auf den ersten Blick einen enorm old schooligen Eindruck: Der Albumtitel zitiert das „Morbid Reich“-Demo von 1990 und das Cover hätte ich spontan ebenfalls in die Hochphase des Death Metals (1990 bis 1993) eingeordnet. Die Musik geht aber keinesfalls zu den Anfängen der Band zurück, sondern verfeinert den über die Jahre entwickelten Bandsound konsequent weiter. Die allseits bekannten Vergleiche mit Morbid Angel sind nach wie vor angemessen, allerdings haben VADER längst ihren eigenen, unverkennbaren Stil gefunden, der nun seinerseits von unzähligen jungen Bands kopiert wird.

Technisch agiert man auf allerhöchstem Niveau, was ein wenig zu Lasten der Eingängigkeit geht. Trotzdem hat man sich recht schnell warmgehört und einige echte Highlights (z.B. das saubrutale und doch abwechslungsreiche „Come And See My Sacrifice“) lokalisiert.

Wer die neue Morbid Angel nicht metallisch genug findet und nach einer astreinen, hochmusikalischen Schlachtplatte fahndet, der sollte sich „Welcome To The Morbid Reich“ zulegen. Langjährige VADER-Fans können mit dieser tollen Scheibe eh nix falsch machen…

Tracklist:
“Ultima Thule”
“Return To The Morbid Reich”
“The Black Eye”
“Come And See My Sacrifice”
“Only Hell Knows”
“I Am Who Feasts Upon Your Soul”
“Don’t Rip The Beast’s Heart Out”
“I Had A Dream?”
“Lord Of Thorns”
“Decapitated Saints”
“They Are Coming”
“Black Velvet And Skulls Of Steel”

Bonus Tracks:
“Raping The Earth”
“Troops Of Tomorrow”

http://www.vader.pl/glowna-e.html

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