Treasure Hunt: Vargsblod (mit Verlosung!)

Gründungsjahr: 2009

Genre: Atmospheric Ritual Black Metal; Deep Black

Diskographie:  „…erwacht“ 2011 (Demo), FEL 2012 (EP)

Websites: www.myspace.com/vargsblod

www.facebook.com/vargsblod


Bandbiografie:

Wir begannen im Winter des Jahres 2009 damit, zusammen Musik zu machen. Die Vorstellung unserer Stilrichtung bewegte sich in der ersten Zeit innerhalb des depressiv-atmosphärischen Black Metal und prägte den Klang der ersten Demoscheibe „…erwacht“ in Form von sechs teils rau-melancholischen Stücken, zwei davon mit Cello und Klavier rein instrumental. Innerhalb der folgenden Jahre und einhergehend mit den Geschmäckern der drei Mitglieder mischten sich gewisse Einflüsse aus Post Rock und ritueller Musik in die Kompositionen und Improvisationen. Hörbar wird diese Entwicklung auf der Ende 2012 erscheinenden EP „FEL“, die schon im vorangegangenen Jahr aufgenommen wurde.

Wie seid ihr auf den Bandnamen gekommen und welche Bedeutung hat er?

Der Name, norwegisch für Wolfsblut, stellt einen Kompromiss dar, den wir in Bezug auf die Namensgebung geschlossen haben. Zum einen symbolisiert er unsere geistige Verbundenheit mit den skandinavischen Ländern, die sich insbesondere in den Vorlieben für entsprechende Musik, Literatur und Landschaften widerspiegelt. Zum anderen ist der Wolf ein stolzes Raubtier, ein erhabenes Wesen, welches sich als häufiger Einzelgänger mitunter doch zu Rudeln zusammenfindet. So gesehen sind wir womöglich ein Rudel aus drei (stolzen ;-)) Einzelgängern. Auch, wie man das Blut deuten könnte, liegt wahrscheinlich ganz im Ermessen des Betrachters. Vielleicht ist es ein Sinnbild für die Verletzlichkeit und damit verbunden den Schmerz, den auch ein Wolf erleiden kann. Vielleicht steht das Blut aber auch für die Kraft des Lebens, die die ganze Welt durchfließt und nicht zuletzt die Musik entstehen lässt.

Wie beschreibt ihr euren Stil? Und was macht ihn einzigartig?

Wir sind von einer ganzen Reihe Bands beeinflusst, die der geneigte Hörer sicherlich auch identifizieren kann. Auf diesem Fundament versuchen wir Musik zu machen, die hypnotisiert, die einen die Augen schließen und für eine kleine Zeit lang die Welt um sich herum vergessen lässt. Um dieses Ziel zu erreichen, haben unsere Lieder meist Überlänge und zeichnen sich durch zum Teil mehrfache Wechsel von ruhigen, verträumten und lauteren, kraftvollen Passagen aus. Dabei sind die verwendeten Melodien jedoch allzeit homogen und in sich geschlossen. Der Einsatz von Didgeridoo, Maultrommel und vielfältigem Gesang – teils rau und kalt, teils tief und klar – fügt dem Black Metal eine besondere, meditative Note hinzu, und dieser rituelle Charakter wird die Band in der Folgezeit mehr und mehr prägen. Ein Gesamtbild unseres aktuellen Schaffens erschließt sich dem interessierten Konsumenten am besten wohl bei einem Konzert. Kerzenschein umfängt die Bühne und ein Film wird gestartet. Die einzelnen Stücke gehen ineinander über, und wenn der Zuhörer seinen Blick im dämmrigen Geflimmer der Bühne verliert oder die Welt ganz ausblendet, kann er in einen Zustand der lauschenden Trance fallen, so er sich darauf einlässt.

Infos zum aktuellen Tonträger:

Ende dieses Jahres, zur Feier der Zeitenwende am 21. Dezember 2012, erscheint unsere neue EP „FEL“. Die Dreiviertelstunde Musik verteilt sich auf die drei Lieder Fäulnis, Entfremdet und Lösung und befasst sich konzeptuell mit dem Schicksal eines Gottes, welcher aus tiefster Bekümmerung und Verzweiflung das Ende der Menschheit herbeiführt. Aufgenommen wurde im Winter 2011/12 in Merseburg bei DH-Recording. Das Artwork ist eine logische Weiterführung der Gestaltung unserer ersten CD und stammt von unserem Schlagzeuger.

Welche CD sollte man sich anhören um einen ersten Eindruck zu bekommen?

Wenn der interessierte Hörer die Möglichkeit haben möchte, die Entwicklung der Band nachzuvollziehen, freuen wir uns natürlich sehr, wenn er sich dazu beide Alben zu Gemüte führt. War „…erwacht“ noch roher und schneller, ist „FEL“ epischer und tiefer geworden. Die einzelnen Lieder sind anspruchsvoller und tragen mehr musikalische Bildhaftigkeit in sich.

Welcher Song ist das Aushängeschild für eure Band?

Das ist eine schwierige Frage. Da die Anzahl unserer Lieder noch recht begrenzt ist, fast jedes jedoch eine Länge von zehn Minuten oder mehr aufweist, hat jedes Stück für sich seinen eigenen Anteil an der Stilistik der Band sowie seine eigenen Fans. Als Anspieltipps zum Probehören seien vielleicht „Yossothoth“ vom ersten und „Entfremdet“ vom zweiten Album genannt. Aber das sieht sicher auch jeder aus der Band anders.

Mit welchen Themen beschäftigt ihr euch in euren Texten? Gibt es ein Textkonzept? Legt ihr großen Wert auf die Texte?

Unser Sänger und Bassist in Personalunion legt sehr viel Wert auf die textliche Gestaltung der Lieder. Die von ihm behandelten Themen sind dabei so alt wie die Menschheit selbst: Leben, Vergehen, Schmerz, Isolation, Meditation und Cthulhu. Dergestalt zeichnet sich wohl auch das Konzept aus, das hinter Vargsblod steht, ohne dass es sich immer in einem Konzeptalbum niederschlagen muss, wie es bei „FEL“ nun geschehen ist.

Wovon lasst ihr euch inspirieren ?

Der größte Einfluss für uns ist das Leben und die Dinge, die einem widerfahren. Kleine Momente, die einen innehalten lassen und zum Nachdenken anregen. Wenn einen der Gedanke dann nicht mehr loslässt, ist es der ganz natürliche Weg, diese Empfindungen in Musik auszudrücken. Und ganz klar lösen die Rezeption von Büchern, Filmen oder anderer Musik solche Momente oft aus.

Welche Bands hört ihr gerne? Mit wem würdet ihr gerne auf Tour gehen?

Wir hören ziemlich viele verschiedene Bands und sind dabei absolut nicht nur auf den Black Metal beschränkt. Dieser wurde bei mindestens zwei von drei Mitgliedern sogar mittlerweile fast völlig von ambienten, rituellen oder post-rockigen Klängen in den Hintergrund gedrängt. Eine Tour mit Mayhem, Ulver und Wolves in the Throne Room hätte aber schon was…

Wie sehen eure Zukunftspläne aus?

Auf lange Sicht gesehen wäre die Unterstützung eines Labels eine schöne Sache für uns. Viele Dinge würden dadurch leichter gemacht und man könnte sich mehr auf das Wesentliche – die Musik – konzentrieren. Eine Clubtour durch Norwegen, Island und Grönland wäre ein Traum…wie gesagt mit Mayhem, Ulver…

Warum sollten die Eternity-Leser unbedingt eure Scheibe kaufen?

Wer Lust hat, sich auf Musik einzulassen, sich mit ihr auseinanderzusetzen und tief in sie einzudringen, der sollte bei uns mal reinhören. Außerdem freuen wir uns über jeden neuen Hörer, der an unserer Musik teilhaben möchte.


Wer die Band nun musikalisch näher kennenlernen möchte, hat jetzt die Möglichkeit eine von zwei CDs von Vargsblod zu gewinnen.Dazu müsst ihr nur eine Mail mit dem Betreff: Vargsblod, an verlosung@eternitymagazin.de schicken. Einsendeschluss ist der 20.12.2012.

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