Towards Darkness Interview

Das aktuelle Meisterwerk „Barren“ von Towards Darkness ist nun seit ein paar Wochen auf dem Markt. Zeit sich intensiver mit der Band zu beschäftigen und die weiteren Pläne der Kanadier zu verfolgen. Bassist und Sänger Kevin Jones hat sich ein paar Minuten für unsere Fragen genommen.

Euer drittes Album (das erste wurde als „The Mass“ veröffentlicht) ist jetzt seit geraumer Zeit in den Läden erhältlich. Wie waren denn die ersten Reaktionen? Wurden all eure Erwartungen erfüllt?
Die ersten Reaktionen waren sehr positiv. Wir haben ein paar gute Kritiken von europäischen und amerikanischen Online Magazinen bekommen. Ebenso haben uns viele Hörer aus der ganzen Welt geschrieben, um uns zu gratulieren. Es sieht im Prinzip so aus, als ob das Album überall gut ankommen würde. Das ist sehr ermutigend. Unser Label „Avantgarde“ hat auch alles gegeben um unser Album gut zu vermarkten.

Es sind nun 5 Jahre zwischen „Barren“ und dem Vorgängeralbum „Solemn“ vergangen. Gab es spezielle Gründe für die lange Zeit zwischen der Veröffentlichung?
Als wir das Album selbst aufgenommen hatten, nahmen wir uns die nötige Zeit, um unseren Sound abzurunden und zu perfektionieren. Hinzu kam, dass unser früheres Label „Twilight Foundation“ seine Türen geschlossen hatte und es Zeit brauchte, bis wir mit unserem neuen Label „Avantgarde“ dastanden. Dieses Warten hat sehr lange angedauert. Aber es hat sich gelohnt.

Ihr vereint in eurer Musik sehr viele verschiedene Einflüsse, wie Sludge und Post Doom. Denkst du, dass dieses Zusammenspiel von unterschiedlichen Musikstile den typischen Towards Darkness Klang ausmacht? Oder gibt es ein anderes Rezept für euren Stil?
Der Schlüssel zu unserem Stil ist das langsame Tempo. Wir versuchen eine nachdenkliche Atmosphäre mit unserer Musik zu erzeugen. Wir möchten, dass der Zuhörer nachdenkt und sinniert wenn er unsere Alben hört. Wir versuchen unseren Sound so zu setzen, das er unsere Zuhörer hinweg befördern kann. Wir haben keine spezielle Formel wenn wir schreiben. Wir lassen die Musik einfach geschehen.

Gibt es ein paar Bands, die ihr als Haupteinflüsse für eure Musik nennen könnt?
Es ist schwierig unsere Einflüsse nur auf ein paar Bands einzugrenzen. Wir haben Einflüsse aus mehreren musikalischen Epochen. 60er Psychedelic Rock, 70er Progressive, Metal aus den 80ern und 90ern, Post Rock, Sludge und Doom Einflüsse aus den letzten zwei Jahrzehnten. Der Einfluss von Klassik und Filmmusik ist ebenso wichtig. Wenn man sich auf ein paar Künstler beschränken will, fallen mir da Neurosis, Skepticism, Pink Floyd, Portishead, Grief, Evoken, Ennio Morricone und Isis ein.

Die Doom Szene ist sehr stark durch den Underground geprägt. Was hältst du davon und was denkst du allgemein über die Szene?
Wir gehen davon aus, dass der Doom der Soundtrack zur gegenwärtigen menschlichen Existenz ist. Immer mehr Leute beginnen zu verstehen, was diese Art der Musik darstellt und wir denken, dass die Zeit kommen wird, in der sie ihren verdienten Platz im Metal und in der Geschichte einnehmen wird. Im Moment ist die Doom Szene sehr zerstückelt, auch wenn das Konzept schon seit Jahrzehnten existiert. Vielleicht wird diese Musik es irgendwann schaffen, vom Underground bis an die Spitze zu gelangen. Die Zukunft wird es zeigen.

Was sind die nächsten Pläne für Towards Darkness? Hab ihr eine Tour oder ein paar Auftritte geplant?
Die Arbeiten für ein viertes Album und eventuell einer EP sind in vollem Gange. In ein paar Monaten werden wir im Studio sein. Wir überlegen auch zusätzlich ein instrumentales Album zu machen. Wir hatten in letzter Zeit zu viele Ideen und zu wenig Zeit. Was die Auftritte angeht, sind zurzeit keine Touren geplant. Wir planen in nächster Zukunft durch Europa und die USA zu touren. In Kanada haben wir am 16. Juni einen Auftritt in Quebec City und vermutlich im Sommer 2012 einen in unserer Heimatstadt Montreal. Wir werden die Gelegenheit nutzen, um unser neues Album offiziell in Kanada vorzuführen.

Zu guter Letzt noch die übliche Frage. Welche CDs sind zurzeit für euch unter den Top 5?
In letzter Zeit standen wir tatsächlich sehr auf den Soundtrack von Once Upon A Time In The West von Ennio Morricone. Ufomammut (Idolum), Bohren & der Club of Gore (Dolores), Neurosis (A Sun That Never Sets) und Portishead (Third). Da gibt es noch so viele andere…

Danke, dass du dir die Zeit für unsere Fragen genommen hast. Hast du noch ein paar letzte Worte für unsere Leser?
Beste Grüße an euch und eure Leser. Wir hoffen, euch alle sehr bald auf einer Tour durch Europa zu sehen. Vielen Dank!

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