Temple Of Baal – Mysterium 5/6

temple-of-baal-mysteriumAgonia Records

Bewertung: 5/6

Songs: 8

Spielzeit: 55:28

Mit „Mysterium“ liefern Temple Of Baal ein absolutes Hammer-Werk! Ein sehr philosophisches und tiefschwarzes Album, was schon ganz klar beim ersten Track „Lord Of Knowledge And Death“ deutlich wird. Mit dieser Scheibe liefern „Temple of Baal“ eine hervorragende Mischung aus Death-/ Black Metal und anderen Einflüssen – abgerundet mit purer Härte.

Stil und Konzept ziehen sich durch das ganze Album wie ein roter Faden und somit könnte man die Franzosen in die gleiche Schublade wie Watain stecken. Temple Of Baal begann anno 1998 als Ein-Mann-Projekt von Amduscias (Vocals, Gitarre) und hat sich in den Jahren zu einer hoch professionellen Mannschaft entwickelt. Die Pariser legen viel Wert auf ihre Botschaft und Lyrics, die, wie schon erwähnt, vom Konzept und Geiste her sehr an Watain erinnern. „Mysterium“ ist ein Black-/Death Metal Werk der eigenen Art mit einer vielfältigen Mischung aus beiden Stilen, sehr viel harmonischen Einflüssen, aber auch brutaler Härte.

Das Album ist mittlerweile das sechste Album der Band und das hört man auch. Der Sound wächst von Album zu Album und die Weiterentwicklung der Band zeichnet sich ganz klar auf dieser Scheibe ab. Laut Olivier Verron, Frontmann „Amduscias“, handelt „Mysterium“ von den Mysterien des Glaubens aus der Sicht des Pfades zur linken Hand. Dieser Aussage kann man nur 100% zustimmen. Trotz der ganzen Philosophie geht aber auf keinen Fall das Tempo und der abwechslungsreiche Sound verloren. Musik und Botschaft funktionieren dennoch bestens miteinander. „Mysterium“ beinhaltet alles, was eine krachende Black-/Death Metal Scheibe braucht, wie dreschende Riffs, hämmernde Drums, krächzende Vocals und klirrende Gitarren. Getrieben von ihrem Tempo und ihrer dissonanten Harmonik erinnern Temple Of Baal auch stark an Bands wie Deathspell Omega oder Behemoth.

Das Album und die Band kann man sicher jedem empfehlen, der konzeptionelle Werke mit viel Tempo und Philosophie mag. Grundsätzlich sollte man sich durchaus mal die Zeit nehmen, ganz allgemein, in das Album oder die Musik von Temple Of Baal reinzuhören.

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