Shrike – Sieben 4/6

shrike_sieben_coverIndependant

Bewertung: 4/6 – find ich gut!

Songs: 5

Spieldauer: 30:08

Passend zu ihrem siebenjährigen Bestehen veröffentlichen die Berliner von SHRIKE ihr drittes Full-Length Album „Sieben“ in Eigenproduktion – und rufen mit ihrem unabhängigen und rohen Black Metal gespaltene Reaktionen hervor.

Eins muss bei SHRIKE klar sein: da die Band ohne Label veröffentlicht, haben wir keine Hochglanzproduktion vorliegen. Der Sound ist zum Teil rotzig, dumpf und verwaschen; das ist insbesondere beim ersten Titel „Kreise“ der Fall. Manche Kritiker kreiden dies der Band enorm an, andere finden gerade den ehrlichen Old-School-Klang sympathisch. Ich gehöre zu Letzteren und besinne mich auf meine Wurzeln: Black Metal braucht keinen ultramodernen, blankpolierten Sound, sondern muss fesseln und begeistern können! Und das haben SHRIKE definitiv drauf: gesanglich überaus stark und mit sphärischen Gitarrenläufen wird eine mitreißende Dynamik erzeugt. Mancher abrupter Break lässt die Spannung zwar zu schnell fallen – aber Shrike spielen einfallsreich, kraftvoll und wuchtig, auch im Vergleich mit vorangegangenen Alben. Die Perle des Albums ist insbesondere „Die Farben der Sehnsucht“ oder auch der Titel „Shrike“ und erinnert insgesamt an an eine raue Version von HELRUNAR und Konsorten.

Wer also auf BM mit Old-School-Einschlag und Death-Einflüssen steht, wird viel Freude an dem Album haben.

SHRIKE liefern mit „Sieben“ keinen Meilenstein, sind aber vielversprechend. In seiner Gesamtheit kann das Album definitiv überzeugen und es bleibt zu hoffen, dass die Band sich ihren Eigensinn bewahrt.

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