Scheißegal „Second Eternity“

Eigenproduktion
Bewertung: Ohne Wertung
Spielzeit:
Songs: 0

Eine Band der, zumindest textlichen, Gegensätze stellt sich mit Scheißegal vor. Hat man einen doch sehr ungewöhnlichen, punkigen und eher simplen Bandnamen, nennt man sein Demo verheißungsvoll „Second Eternity“. Außerdem finden sich im Booklet Zitate von Wittgenstein und ein Text in der Sprache der Indianer („Wana’gi Wacipi Olowan“) und gleich zwei Lieder weiter trifft man auf ein Bierlied („Glenk-Bier“) in bester Tankard Manier. Musikalisch ist man nicht so sprunghaft und man kann Scheißegal in die Thrash Ecke, aber mit viel Power ausgestattet, stecken. Die Band bietet handwerklich eine solide Sache, die recht abwechslungsreich daherkommt und meistens recht druckvoll aus den Boxen donnert. Ein Pluspunkt von „Second Eternity“, nämlich die lange Laufzeit mit über 70 Minuten, beinhaltet natürlich auch, daß sich manche Sachen etwas hinausziehen und der Arschtritt-Effekt nicht immer so gut zur Geltung kommt. Das man neben harten thrashmäßigen Songs auch eine ruhigere Seite hat, zeigt sich z.B. bei „The Times Of Suffering“, was der Band aber eher nicht zu Gesicht steht. Vielmehr kann man in den schnelleren Passagen überzeugen, die im Stile der alten deutschen Thrashgemeinde immer gut nach vorne losgehen. Bester Song ist mit Abstand das bereits erwähnte „Wana’gi Wacipi Olowan“, das mit seinem monotonen indianischen Rhythmus sich sofort festsetzt und auch die beste Gesangsleistung bietet. Scheißegal sollten eigentlich genau dieses, zumindest den Thrashfans, nicht sein und man sollte auf jeden Fall mal reinhören. Joachim Dittmar, Scharhorstr.16, 90491 Nürnberg, s-egal@gmx.net, www.scheissegal.net

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