Prong – X – No Absolutes 5/6

550143Steamhammer /SPV

Bewertung: 5/6 → Mächtig!

Songs: 13

Spieldauer: 44:17

Nach dem ziemlich durchwachsenen „Scorpio Rising“ (2003) hat sich Tommy Victor mit jeder nachfolgenden Veröffentlichung wieder ein gutes Stückchen an die Qualität seiner Meisterwerke aus den Jahren 1990 („Beg To Differ“), 1991 („Prove You Wrong“) und 1994 („Cleansing“) herangearbeitet. Der aktuelle Longplayer des Power-Trios besticht vor allem durch zwei Dinge: gute bis sehr gute Songs und Variabilität.

Noch nie deckten PRONG auf einem Album eine derart große stilistische Bandbreite ab. „Do Nothing“ und „With Dignity“ wildern sogar gekonnt in poppigen Gefilden. PRONG-Fans, die von Tommy Victor und Co. stets das volle Stakkato-Riff-Aggro-Brett erwarten, wird das vermutlich stören, ich find’s aber trotz meiner starken Pop-Aversion ziemlich gut. Vor allen Dingen sind solche Nummern ein klarer Gewinn für die künftigen Live-Setlists, da sie für etwas Abwechslung im Groove-Thrash-Dauerfeuer sorgen.

Einen potentiellen Superhit vom Kaliber eines „Snap Your Fingers, Snap Your Neck“ konnte ich auf „X – No Absolutes“ bisher noch nicht entdecken, aber bei PRONG sind ja bekanntlich viele Songs echte Grower, die erst mit der Zeit ihre volle Schönheit entfalten.

www.prongmusic.com