Necrocest “Prenatal Massacre” 5/6

Skratch the Surface
Bewertung: 5/6 -> mächtig
Spielzeit: 36:35
Songs: 10

Das Albumcover gibt sofort zu erkennen, um was für Stoff es sich hier handelt: Blut, Gemetzel, Gore und ausgeweidete nackte Frauen. Das Artwork, welche sich locker mit den härteren Covers von Cannibal Corpse messen lassen kann, ist für jeden Fan von Gore-Death ein Augenöffner – und für Eltern sowie staatliche Behörden ein Hinweis darauf, dass während der Erziehung wohl einiges schief gelaufen ist.

Necrocest kommen aus England (für die Anhänger regionaler Kulturfetische – Sie kommen aus Cardiff/Wales) und hatten sich bei Ihrer Gründung Mitte der 90iger das Ziel gesetzt die abartigste Band im Death-Bereich zu werden. Und was die Lyrik betrifft haben Sie sich beim zweiten Longplayer „Prenatal Massacre“ selber übertroffen. Bei Liedern wie „Slut Starved“ schlägt das Herz schneller und die Boxen werden laut aufgedreht.

Doch was erwartet uns musikalisch? Vom ersten Lied an wird brachialer Death-Metal im Stil von Decapitated und Cannibal Corpse zelebriert. Die Gitarren wechseln zwischen walzigen Brettern und technischem Gefrickel, das Schlagzeug knüppelt sich durch die Eingeweiden der Nachbarn und der Gesang bietet neben klassischen Death-Growls auch einige Gore/Grind – Squiecks. Dazu kommen immer wieder fette Groovelines, welche geradezu zwanghaft zum Headbangen einladen.

Sicherlich, viel Neues wird hier nicht geboten, doch Altbewährtes hält besser. Der Underground wird mit dieser CD um einer weiteren Perle des Massakers bereichert – und davon kann es ja nie genug geben, oder?

Kritikpunkte kann man an einigen Widerholungen innerhalb der CD und den Riffs anbringen, sowie der recht kurzen Spielzeit von 35 Minuten. Doch dafür gibt es ja einerseits den Repeat-Button, andererseits fallen einem die Wiederholungen eh nicht auf, wenn man parallel damit beschäftigt ist seine neue Freundin im schalldichten Kellerraum zu bearbeiten…
www.necrocest.com
http://www.myspace.com/necrocest

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