Expain – Just the Tip 4/6

expainEigenproduktion

Bewertung 4/6

Songs: 10

Total: 40:37

Prog meets Melodic Death – das wäre die naheliegende Beschreibung für die Kanadier Expain. Von den angekündigten Thrash-Einflüssen hört man eher wenig. Der erste, eigenproduzierte Longplayer des Quintetts bietet durchweg solide Arbeit, die sich in der Regel im höheren und druckvollen Midtempo-Bereich abspielt und gerne auch in langsamere, akustische Passagen übergeht. Wie es bei prog(-angehauchten) Sachen so üblich ist gewinnt die Scheibe mit mehreren Durchgängen an Qualität. Gerade in den langsameren Teilen werden die Jazz-Einflüsse deutlich, die das Album interessant werden lassen. Überhaupt spielen Expain in den Instrumentalpassagen ihre Stärken am besten aus. Die Songs „Don’t Worry, The Worst Is Yet To Come“ oder „A.T.M.” seien als Beispiel genannt. Besonders erfreulich ist die durchweg klasse Bass-Arbeit. Das Instrument ist mit eigenständigen Melodielinien präsent und „Phoenix Writhing“ hat schönerweise ein Bass-Solo zu bieten. Mit Gesang klingen Expain schonmal nach Dark Tranqulity – der Song „The King“, einer der stärksten des Albums, hätte sich fürs „The Gallery“-Album bewerben können. Insgesamt ein vielversprechendes Debüt, auch wenn Expain noch ein wenig an Eigenständigkeit gewinnen und an Sterilität verlieren könnten.

 
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