Horrendous – „Ecdysis“ 3/6

horrendousDark Descent Records

Bewertung: 3/6 → okay

10 Songs

Spieldauer: 44:22

Von der Ostküste der Vereinigten Staaten von Amerika kommt die Band Horrendous und legt ihr zweites Album mit Namen „Ecdysis“ in die Waagschale des klassischen Death Metal.

Man kann ihnen die Kreativität nicht absprechen. Jeder Song für sich ist gut, verdammt gut. Das Gesamtbild wirkt allerdings unausgegoren. Es ist anfangs kein System zu entdecken und einige Songs wirken deplatziert. Schon der Sprung vom Eröffnungsstück zum zweiten Lied ist zu groß. Dabei helfen dem Album auch instrumentale Zwischenstücke leider nicht. Trotzdem wird man von den einzelnen Songs beeindruckt und beim dritten oder vierten Durchlauf wird dem Hörer klar, was die East-Coast-Death-Metaller vermutlich wollen: Anecken, provozieren, ihre eigene Linie finden, dabei aber im klassischen Todesmetall bleiben. Das gelingt ihnen nur teilweise. In den Songs „Nepenthe“ und „Monarch“ probieren sie ein wenig zu viel aus und setzen auch nahöstliche Melodien ein. Das wirkt leider zu gewollt, wenn sie im darauffolgenden „When the walls fell“ plötzlich poppig klingen. Das Soundgewand ist stimmig und für die klassischen Death-Metal-Hörer angenehm und roh, dabei sind die Instrumente gut zu unterscheiden. Insbesondere der Bass macht Spaß und drückt mächtig in die Gehörgänge. Der Sänger brüllt sich durch die Songs, als ob er die ganze Welt hassen würde. Die Black-Metal-Anleihen im Gitarren-Riffing und beim Gesang sind kaum zu überhören, passen aber ins Bild.

Insgesamt ist das Album einfach nicht homogen und die Ideen hätten locker auf drei Alben Platz gehabt. Da wollten die East-Coastler wohl zu viel auf einem Album unterbringen. Als Schmankerl kann ich „Pavor Nocturnus“, Nr. 9, empfehlen, der Rest ist ebensogut, nur das Gesamtkunstwerk wirkt, als ob es eine Aneinanderreihung von Liedern wäre.

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