December Flower “When all life ends” 5/6

Cyclone Empire
Bewertung: 5/6 – > Mächtig!
Spielzeit: 40:18
Songs: 11

Mit dem Intro “Invasion” haben mich December Flower noch nicht gepackt. Mit halbem Ohr höre ich hin und bohre gelangweilt in der Nase. Das bleiben auf “When all life ends” aber auch die einzigen anderthalb Minuten, die nicht meine volle Aufmerksamkeit haben, denn nach dem Intro legen December Flower richtig los und mit “The apprentice” den Auftakt zu einer nostalgischen Reise durch die Melodic Death Metal-Historie. Die treten heute viel zu wenige Bands an, da es doch verlockender erscheint die x-te Kopie im (Modern) Melodic ‘Death’-Teich zu sein, die mit zigfach gehörten, gegniedelten Gitarrenleads, sterilen Sounds und auf poppig/elektronisch getrimmt versucht, Aufmerksamkeit zu heischen. Das fehlt hier glücklicherweise völlig. Klar haben auch December Flower Referenzen, aber diese orientieren sich so roh und unpoliert an den Anfängen des schwedischen Melodic Death, dass es anno 2011 fast schon frisch klingt. Erste Achtungszeichen von In Flames und Dark Tranquillity, eine Verneigung vor den legendären Unanimated, gepaart mit der mächtigen Atmosphäre Amon Amarth’s, einem scheinbar unerschöpflichen Reservoir an Aggressivität und einem geifernden, nie müde werdenden Sänger veranstalten einen höllischen Karneval in Euren Boxen. Atmosphärisch streifen December Flower sogar noch Black/Death-Gefilde, was “When all life ends” zusätzlich eine wilde Note gibt. Trotz hohem Tempo, dass die Jungs über weite Strecken vorlegen, verlieren sie kaum den Faden und halten den Hörer bei Laune. Egal ob melodische Hochkaräter wie “As darkness reigns”, hektische Nackenbrecher wie “Despise your life” oder das Instrumental “Dying sun” (würde sich zugegebenermaßen gut auf “Subterranean” machen), December Flower habe ein rundum gelungenes und starkes Debüt-Album rausgehauen. Da ja auch Klappern zum Handwerk gehört, könnte ich fast von einem Paukenschlag sprechen. Cyclone Empire haben mal wieder ihren Riecher für hochklassigen (Death) Metal bewiesen und diesen zur Abwechslung nicht aus Schweden, sondern den heimischen Gefilden (Niedersachsen) an Land gezogen. Daumen gen Nord für diese überraschende Riff-Streubombe!

www.myspace.com/thedecemberflower
www.facebook.com/decflowdeath

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*