Bloodgut „Nekrologikum evangelikum pt.1: Zombie reign 2666 A.D.“ 2/6

Vic Records
Bewertung 2/6 -> durchwachsen
Spielzeit: 31:23
Songs: 11

Aha, ein weiteres Rogga Johansson-Projekt. Dieses Mal bedient die schwedische Riffmaschine allerdings nur die hartgesottensten Undergroundfreaks, denn Bloodgut entführt zurück in die Anfangstage des Death Metal. Dabei geht’s bewusst primitiv zur Sache und zwar in allen Belangen: angefangen von der Verpackung mit reichlich Zombies auf Cover und im Booklet, über simple Texte, die völlig unerwartet ebenfalls hauptsächlich Untoten huldigen, bis hin zum absichtlich gruftig und räudig abgemischten Sound. Das schlußendlich bei diesen Rahmenbedinungen die Musik selbst keine filigrane Tonkust ist, dürfte klar sein. Ultratief gestimmte Gitarren schrammeln und knarzen, dass es fast schon weh tut, feuern aber zumindest ein paar gefällige, punkige Riffs ab und haben dabei Oldschooliges Uffta-Uffta-Drumming im Schlepptau. Am Anfang ist die CD auch ganz witzig und lässt grinsend sogar mitzucken, aber auf Dauer penetriert das halbstündige Album mit dem Zungenbrecher-Titel doch die Nerven. Mit der Bierpulle inner Hand ist es vielleicht zu später Stunde für den Partypogo geeignet, wenn der Pegel hoch genug ist. Aber sonst? Ok, Rogga verpackt seine Kreationen zumindest so, dass trotz unterschiedlichster Bandlabels am Ende doch nicht selbe Kram drin ist, sondern der Fan jedes Mal musikalisch, aber auch qualitativ etwas anderes erwarten kann, aber jeden Pups muss er dann doch nicht auf die Menschheit loslassen.

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