Angelwarrior Ace – Magic (0/6)

Angelwarrior-AceLabel: 7hard Records

Bewertung: 0/6 → Griff ins Klo!

Songs: 15

Spieldauer: 01:05:57

Magie soll die Macht haben, die Sinne der Normalsterblichen zu vernebeln, sie Dinge tun zu lassen, sie ihres Willens zu berauben. „Magic“, das Debüt- (und hoffentlich letzte) Album von Angelwarrior Ace, ruft hingegen den äußerst starken Willen hervor, sich zu übergeben.

Der gebürtige Hesse hat seit den 80er Jahren in diversen Metalbands als Sänger mitgewirkt und sah sich vor einigen Jahren nun dazu berufen, ein Soloprojekt zu starten. Auf seiner Website wird er mit einer solchen Inbrunst als Metalgott beschrieben, dass es schon vor dem ersten Anhören von „Magic“ zweifeln lässt. Diese 15 Songs stinken geradezu vor Selbstbeweihräucherung und vor allem Selbstüberschätzung! Als Anspieltipp ist an dieser Stelle „Balls Of Steel“ zu nennen, in dem der Angelwarrior über seine ehemaligen Bandmitglieder herzieht und sich nicht entscheiden kann, aus welchem Metall seine Eier nun bestehen.

Musikalisch hat diese viel zu lange CD nicht viel zu bieten. Sicherlich ist die Stimme rau und dämonisch, aber oft übertrieben und in die Höhen schafft er es nicht, auch wenn er sich an vibrierenden Gesangsspitzen versucht. Die Instrumente werden viel zu schnell und lieblos nach vorne getrieben, ansatzweise melodische Power-Metal-Riffs werden sinnlos überspitzt und ebben schnell wieder ab.Von der generellen Songführung will man gar nicht erst sprechen, da die meisten Lieder aus Endlosschleifen der immer gleichen Gesangs-, und Instrumentalspuren bestehen. Zumeist wird ein und dieselbe Textzeile immer und immer wieder wiederholt (z.B. in „Final Prophecy“).

Es kam auch kurz der Gedanke auf, ob es sich bei diesem Projekt um Satire handelt, ersichtlich ist dies allerdings nicht. Und selbst wenn, dann wäre es immer noch eines der schlechtesten Alben der Musikgeschichte, ob nun ernstgemeint oder nicht.

Haltet euch bitte von folgender Website fern:

http://www.angelwarriorace.de/