Negative Symbols – Without Voices 2/6

619494Independent

Bewertung: 2/6 → Durchwachsen!

Songs: 9

Spieldauer: 46:13

Die Berliner Metalschmiede hat erneut zugeschlagen und 2016 mit Negative Symbols technisch-unterkühlten Post-Black-Metal ausgespuckt. Mit dem Langspieler „Without Voices“ schickte Benedikt Willnecker, manch einem vielleicht als Live-Musiker von Der Weg Einer Freiheit ein Begriff, sein Projekt auf den steinigen Pfad in die Anlagen einer potentiellen Hörerschaft.

Was sollte die potentielle Hörerschaft von Negative Symbols an Voraussetzungen mitbringen? Zunächst ist ein Faible für reine Instrumentalmusik ein Muss, denn „Without Voices“ lässt die von oberen Tonlagen beherrschte und atmosphärisch aufgeladene Musik für sich sprechen und verzichtet auf Vocals. Nach dem ersten Hördurchlauf erinnert das Werk außerdem an eine schrillere Version von ColdWorld, kann aber durch die flotten Drums ein Plus an Dynamik verbuchen. Daneben muss eine Toleranz gegenüber gleichförmigen Songs ohne nennenswerte Höhepunkte vorhanden sein, obwohl die neun Titel des Albums durchaus eine angenehm trübsinnige Grundstimmung formen. Weiterhin ist unabdingbare Voraussetzung, das Schlagzeug, welches hinsichtlich der farblosen Schablonenhaftigkeit einfach nur vom Drumcomputer stammen kann, zu akzeptieren. Gerade letzteres lässt „Without Voices“ leider stark anorganisch klingen und nimmt dem Album Seele und Charakter.

Trotzdem gelingt es dem Berliner ergreifende Melodien zu basteln und das Niveau über neun Songs konsequent zu halten, was definitiv Fans finden dürfte. Dennoch werden viele nicht umhin können, das erste, leicht bekömmliche Album von Negative Symbols nur als die Fahrstuhlmusik des Black Metal wahrzunehmen.

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