Ahnengrab Interview

Ahnengrab haben im letzten Monat ihr neues Album veröffentlicht. Nun ist es an der Zeit die Band noch ein wenig mehr kennen zu lernen. In einem Interview berichten Ahnengrab über die Produktion von “Omen”, über Live-Konzerte und verraten ihre aktuellen Lieblings-CDs und noch einiges mehr…

Ich hatte es bereits im Review angesprochen, dass zwischen euren beiden Alben eine große Zeitspanne liegt. Gibt es dafür genaue Gründe oder habt ihr euch bewusst Zeit dafür gelassen?

Sicher, dreieinhalb Jahre bis zur zweiten CD ist eine lange Zeitspanne. Natürlich liegt das auch etwas daran, dass die anderen Bands Energie und Hingabe benötigen. Viel eher lag es aber daran,dass sich bei allen die Lebenssituation veränderte. Mittlerweile wohnen wir auf drei Städte verteilt,alle gehen einem Studium oder einen Beruf nach.Wir haben uns aber gesagt: Wir nehmen uns die Zeit,die wir brauchen,arbeiten so lange an neuen Songs,bis wir als Band zufrieden sind. Und ich denke,das diese Herangehensweise richtig war,auch wenn es lange gedauert hat.

Bisher galt Ahnengrab als ein Geheimtipp des Pagan-Metals. Für diejenigen, die euch noch nicht kennen → Wie würdet ihr euch als Band mit Hilfe von 3 Schlagworten beschreiben.

dynamisch, abwechslungsreich, roh!

Wie darf man sich die Album-Produktion /Aufnahme bei Ahnengrab vorstellen? Was waren Highlights bei den Aufnahmen? Gibt es Material, welches im Nachhinein nicht aufs Album gepackt wurde?

Für Außenstehende dürfte es ein sehr amüsantes Spektakel darstellen. Auf der einen Seite wird mit den Auswirkungen der letzten Nacht gekämpft, während man versucht, mit einer nicht vorhandenen Planung Effizienz in die Produktion zu bekommen. Es wird nie langweilig. Das Außergewöhnlichste an der Produktion waren natürlich die Aufnahmen der Streicher in der Konzerthalle Frankfurts, Eric Krause beim Einfließen lassen seiner Ideen zuzusehen und Ingo Tauer beim Entwerfen des Artworks über die Schulter zu schauen. Ein paar Ideen haben es leider nicht mehr auf die CD geschafft, was an der eh schon vorhandenen Spiellänge von über 60min liegt.

Gibt es Bands von denen ihr euch stark beeinflussen lasst?

In unseren Anfangszeiten liefen „Dissection’s“ „The Somberlain“ und „Storm of the lights bane“ so ziemlich rauf und runter im CD-Spieler, ansonsten lief da sehr viel; angefangen bei einigen Sachen an von „Death“, über ein bisschen Jazz und auch so manchem Mallorca-Fetenkracher ^^. Das hat bestimmt alles bei uns ein Paar Spuren hinterlassen.

Und welche CDs liegen zur Zeit häufig im euren Player?

Penetralia – Arise

Amesoeurs – Amesoeurs

Agrypnie – 16[485]

In Flames – Come Clarity

Alcest – les voyages de l’âme

Gibt es vielleicht eine Band, von welcher ihr abraten würdet, diese zu hören?

Es gäbe da schon einige. Aber so etwas macht man ja nun wirklich nicht ;)

Euer Album ist mittlerweile gut einen Monat auf dem Markt. Für erste Prognosen sollte das reichen. Wie seht ihr die Rückmeldungen zu „Omen“? Hofft ihr vielleicht auf noch mehr Anklang oder seid ihr zufrieden damit?

Wenn man dem Internet Glauben schenken darf, findet die Scheibe doch regen Anklang (auch wenn das die Verkaufszahlen nicht automatisch anhebt). Aufgrund der Zusammenarbeit mit unserem neuen Label “Einheit Produktionen” sind vorab einige Scheiben weltweit rausgegangen und wir erhielten kurze Zeit darauf auch schon die ersten guten Reviews. Nicht nur aus Deutschland, auch aus Spanien, Frankreich, England etc. kamen Resonanzen und damit einhergehend auch viele Interview-Anfragen. Das lässt vermuten, dass doch bei einigen Leuten das Interesse geweckt wurde. Aber nach dem ersten Monat schon Prognosen bezüglich des Anklangs in der Metal-(Underground)-Welt zu stellen ist unserer Meinung nach etwas voreilig. Zu unserem Vorgängeralbum haben wir noch letztes Jahr neue Reviews aus Südamerika etc. erhalten. Vielleicht lags am langen Postweg? Im Großen und Ganzen sind wir aber mehr als zufrieden mit den Rückmeldungen, die wir bisher erhalten haben. Anders kann man das nicht ausdrücken.

Leider habt ihr wie viele andere Bands im Pagan Metal derweil mit Vorwürfen, dass ihr eine rechte Gesinnung habt,zu kämpfen. Jedoch kann man auf eurer Website lesen, dass ihr euch mit Hilfe der Justiz zu wehren. Wie ist da im Moment der Stand der Dinge? Habt ihr Hoffnung auf Erfolg?

Wir möchten hierzu keinerlei Fakten nennen, solange die nötigen Ermittlungen nicht in Gänze abgeschlossen sind. So viel sei gesagt, es werden Fortschritte gemacht. Mehr an Informationen würde aber den Rahmen des Rechts sowie unserer Integrität sprengen.

In nächster Zeit habt ihr mehrere Record-Release-Parties/ -Konzerte. Wie sieht es aber mit einer Tour oder Festivals 2012 aus? Gibt es dabei Wünsche eurerseits?

Ja, die Releasekonzerte im Osten Deutschlands sind erst einmal durch und jeder von uns widmet sich kurze Zeit wieder seinem Privatleben/Beruf. Das ist auch der Grund, warum in absehbarer Zeit keine längeren Touren geplant bzw. realisierbar sind. Ein Paar kleinere Festivals stehen für dieses Jahr schon und es werden auch noch einige Auftritte dazukommen. Für die Zukunft hoffen wir, sowohl in Deutschland, als auch im Ausland wieder einige Metalheadz beglücken zu können, wie schon in den vorangegangenen Jahren in Österreich und Frankreich . Aber auch der Osten und Süden Europas stehen auf unserer Wunschliste, außerdem besteht dort auch bestätigtes Interesse an uns.

Dann wären wir hiermit am Ende. Nochmals vielen Dank. Und wenn ihr noch ein Paar Worte oder Grüße habt könnt ihr sie hier los werden.

Wir bedanken uns ebenfalls für die Anfrage bei euerm Mag, außerdem natürlich bei unserem Label Einheit Produktionen für die klasse Zusammenarbeit und die aufgerissenen Ärsche. Spezieller Dank gebührt natürlich Studiomann Eric Krause für den genialen Sound und „Ingo Tauer aus Stein“ für das wiederum Endzeit-mäßig anmutende Artwork. Vor allem danken wir all unseren Freunden und Bekannten, die uns stets zur Seite stehen und bei Problemen etc. mit Rat und Tat zur Stelle sind. Praise the Eire-Eierklaus and always stay heavy !!!

 

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