Withering Surface “Force the pace” 3/6

Scarlet Records
Bewertung: 3/6
Spielzeit: 40:46
Songs: 10

„Force the pace“! Cooles Motto! Meine Promo habe ich gleich ganz selbstlos an Jan Ulrich verschenkt. Deshalb hat er auch schon angefangen zu trainieren. Leider hat das aber auch zur Folge, daß ich hier nicht so viel schreiben kann. Also nur soviel: die Platte hinterläßt bei mir keinen sonderlichen Eindruck. Was beim Vorgänger noch ganz anders war! Ging doch „Walking on phantom ice“ seinerzeit (2001) als eines der allerfeinsten Sahnestückchen des Jahres durchs Ziel. Eine Referenz in Sachen melodischer Death Metal, die alles hatte, was es in diesem Genre braucht und die sich anschickte, den schwedischen Platzhirschen gehörig einzuheizen. Drei Jahre später ist davon nicht mehr viel übrig, und es macht sich schon etwas Enttäuschung breit. Nicht daß „Force the pace“ ein schlechtes Album wäre. Nein, das ist es nicht! Aber es ist ein nahezu identischer Abklatsch der Vorgängerscheibe. Hat man alles schon gehört, und wüßte man es nicht besser, könnte man meinen, die Lieder stammten alle aus der gleichen Session. Die Mucke ist so vorhersehbar wie das fünfte Bier! Nun kann man dieses Review natürlich auch ganz anders lesen, und viele werden das auch tun, schließlich gibt es genügend Fans, die jedem neuen AC/DC-Album sehnsuchtsvoll entgegenfiebern. Aber das ändert nichts daran, daß es „Force the pace“ genauso ergehen wird, wie den letzten 20 AC/DC-Scheiben. In 12 Monaten wird sich niemand mehr an den Titel erinnern können. Traurig, aber zu Recht. Wer „Walking on phantom ice“ bereits im Schrank stehen hat, kann sich dieses Album getrost sparen. Steht ihr auf eine abgefahrene & innovative Kombination von Death Metal und Melodie, dann empfehle ich euch, mal in die neuen Scheiben von THE GREAT DECEIVER oder THIRDMOON rein zu hören. Beide sind deutlich besser!
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