Volturyon “Blood cure” 4/6

Obscure Domain
Bewertung: 4/6
Spielzeit: 33:30
Songs: 10

Wer hat gesagt, Death Metal aus Schweden muss immer schwedisch klingen? Zugegeben, die meisten tun exakt das, sei es nun tiefer gestimmt den alten Helden folgend oder melodisch und trendy den neuen Rattenfänger nachzueifern. Aber, wie auch früher sich ein kleines, gallisches Dorf den Römern widersetzte, sind einige schwedische Kapellen widerborstig und beziehen ihre Einflüsse eher von Übersee. Spawn of Possession sind so ein Beispiel oder auch Strangulation. Und nun auch Volturyon. Auf ihrem Debütalbum „Blood cure“ (vorher erschien nur noch das 2006er Demo „Forever suffer“ – noch unter dem alten Namen Contortion) lassen Volturyon von Beginn an keinen Zweifel daran, dass ihre Vorbilder in südlichen, amerikanischen Bundesstaaten (z.B. Florida) technisch, anspruchsvollem Blastbeat-Getrümmer frönen. Und ich muss sagen, die Schweden machen ihre Sache gar nicht schlecht – trockenes, punktgenaues Drumming, schneidende Riffs und einen Mann am Mikro, der seine Aggressionen definitiv in musikalischer Form auslebt und mehrere Varianten drauf hat, seine Geschichten auszuspucken. Allerdings muss ich auch sagen, dass er über weite Strecken einfach wie ein guter Death Metal-Shouter klingt und nicht wie „Ah, der Typ von Volturyon – erkenne ich sofort“. Was generell auch auf „Blood cure“ zutrifft – gutes Album, aber was erinnert mich in 12 Monaten noch daran, dass das Volturyon sind, die eben aus den Boxen scheppern? Ein bisschen erinnert mich „Blood cure“ an die beiden letzten Sufferage-Alben „Everlasting enmity“ und „Death nation anarchy“, die ebenfalls amerikanisch, technisch orientiert unterwegs sind und dabei einen verdammt guten Job machen. Lohnt eine Hörprobe, am besten ihr startet mit „Naked blood“, „Unorthodox spawn deleted“ oder „Invert birth“.
www.volturyon.se
http://www.obscuredomain.com/odmusic.htm

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