SLID “Some Like It…Dad!?” 4/6

Chiller Lounge Records
Bewertung: 4/6
Spielzeit: 41:13
Songs: 11

Nicht übel, was uns die Jungs von SLID hier präsentieren. Rabiater Thrash, gepaart mit Industrialelementen und Keyboardsounds, so könnte man die Mucke ganz grob beschreiben. Das trifft’s aber eigentlich nicht und außerdem ist diese Umschreibung reichlich schwammig….Hmmm, wie vermittle ich euch jetzt am besten einen Eindruck von der Musik? Keine leichte Aufgabe, aber ich versuch’s mal: stellt euch mal vor, Ministry hätten ‘ne flotten Dreier mit Slayer und Grip Inc. geschoben…Oder Machine Head wären mit Prong und Helmet in die Kiste gehoppst…Wie dem auch sei, das Ergebnis dieser fröhlichen Popperei könnte dann in etwa so klingen wie SLID. Die ganze Chose knallt ohne Ende, bleibt aber aufgrund der fast schon poppigen Refrains sofort im Ohr kleben. Die Tracks werden dadurch echt supereingängig. Sowas passiert in diesen Härteregionen auch nicht alle Tage, oder? Zum Party machen und Randalieren eignet sich diese mordsmäßig energiegeladene Platte wirklich hervorragend, zum genußvollen Hören unterm Kopfhörer eher weniger. Die Songs auf “Some Like It…Dad!?” sind allesamt gut durchdacht, supi gespielt und ordentlich hart (aber transparent!) produziert. Richtig cool finde ich den Opener “I’ ve Found A Way” (geiler Refrain!!), “My Will To Live” und “Deathmatch”. Mein absoluter Liebling ist aber “In Between”, das richtig schön durchbrettert und absolut keine Gefangenen macht und dessen Refrain so richtig schön asi rausgebrüllt wird. Obwohl, eigentlich finde ich “Mr. Torrance” noch ein Stückchen geiler…Wo liegt jetzt das Problem und warum vergebe ich nach all der Lobhudelei nicht sechs Punkte? Naja, das Teil wird zugegebenermaßen recht schnell langweilig, was zu Abzügen in der B-Note führt. Macht aber nix, nach ein paar Tagen hat man vielleicht wieder Bock drauf. Wer mal wieder ordentlich eins auf die Kauleiste braucht und vor modernen Einflüssen nicht zurückschreckt, der sollte das Scheibchen mal antesten!! Die Burschen scheinen übrigens ‘nen echt üblen Filmgeschmack zu haben, oder warum haben sie ‘nen Song über das (wirklich beknackte) B-Movie “Attack Of The 50 Feet Woman” (in Deutschland heißt der, glaub’ ich, “Angriff Der 20-Meter-Frau”…) gemacht??? Naja, auch egal, wenn’s denn schön macht…
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