Raintime “Psychromatic” 3/6

Lifeforce Records
Bewertung: 3/6 -> akzeptabel
Spielzeit: 47:12
Songs: 10

Dem Label ′Melodic Death′, das die Plattenfirma den Italienern verpasst hat, werden Raintime nur bedingt gerecht. Aber dazu später noch mal mehr. Klar, in Ansätzen verschmelzen zügige Tracks wie “Beaten roads”, “Nothing but a mistake” oder der fetzige Opener “Fire ants” Härte, Energie und Harmonien gleichermaßen. Aber ist Lok Leipzig Bundesligareif, nur weil sie mal das Tor treffen? Eben. Genauso unaufgeregt wie der Bandname, so unauffällig wie das Cover, so wirkt für mich über weite Strecken das ganze Album. Treibender Metal, eingänge Melodien, die aber auch in Teilen fast schon zu einschmeichelnd daherkommen und schwülstig das Ohr zukleistern, was sicher nicht unerheblich an den verwendeten Synthies liegt. Diese setzen vereinzelt auch futuristische Tupfer. Härte-Momente, die für Ecken oder Kanten sorgen, werden recht schnell wieder von einem poppigem Refrain oder einen schnönen Melodie übertüncht. Der Songaufbau ist grundsätzlich variabel und facettenreich. Hier sind progressive Zitate nicht von der Hand zu weisen (z.B. “Shift”). Was mir nur echt schwer im Magen liegt ist das Lifeforce-Statement “So muss moderner Melo-Death klingen!” 1. Das Wort Death hat in der musikalischen Beschreibung von Raintime echt nichts verloren! 2. Wenn das tatsächlich die Definition von “Melo Death” sein sollte, will ich sowas nicht mehr hören. Ende.


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