Order Of 315 – Antipi 1/6

12193848_959561887450070_3867521406809061485_nEigenproduktion

Bewertung: 1/6 -> Ärgerlich!

Songs: 11

Spieldauer: 50:17

Eine Band, die schon sechs Jahre existiert und nicht in der Encyclopaedia Metallum eingetragen ist? Das ist genauso merkwürdig, wie die ominöse Zahlenfolge im Namen von Order Of 315. Die zweite Platte der Franzosen bietet einige Schwierigkeiten, die die fünfzig Minuten Spielzeit sehr unbequem machen.

Das Grundgerüst der Musik ist Metal mit Groove und Rockappeal. Bands wie Pantera, Five Finger Death Punch, Korn oder neuere Sepultura kann man als Vergleich heranziehen, wobei Letztere Order Of 315 schon eher schmeicheln. Den Songs fehlt es an Prägnanz und Wiedererkennungswert. Das musikalische Material versteift sich auf Bend- und Slide-lastige Riffs, die eins wie das Andere klingen.

Der Sänger ist weit davon entfernt irgendwie kreativ mit seiner Stimme umzugehen und im Verlauf des Albums ist man seiner irgendwann überdrüssig. Die Band versucht sich auch immer wieder an eingängigen Refrains (ein gutes Beispiel hierfür ist „The Feather Factor“), aber die stimmlichen Qualitäten reichen einfach nicht aus um dem gerecht zu werden.

Erfreulicherweise lockern sich die Songs nach hinten raus: Leadgitarren dürfen in einigen Liedern in den Vordergrund treten, der Bass bekommt Solo-Parts und sogar (weiblicher) Clean-Gesang taucht auf. Der von Gitarrenmelodien begleitete weibliche Gesang im Outro von „Densen“ ist dann auch eins der wenigen Highlights der Scheibe.

Zu empfehlen ist „Antipi“ schlussendlich nur für Freunde des sogenannten „modernen Sounds“ der 2000er. Für die gibt es hier Groove-betontes Geboller. Seichte Unterhaltung, zu dem man im Moshpit seine Aggressionen rauslassen kann.

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