Nuclear Warfare „God of aggression“ 3/6

MDD
Bewertung: 3/6 – > Akzeptabel
Spielzeit: 36:10
Songs: 9

Das Trio Infernale der teutonischen Thrash-Bewegung Kreator, Sodom und Destruction wird ja gerade zu inflationär benutzt, wenn es darum geht Vergleiche zu ziehen oder Inspirationsquellen zu nennen. Nuclear Warfare gehören zu der Gruppe Bands, denen man diese Querverweise ohne zu zucken abnimmt. Räudig und schrammelig werden die thrashigen Achtziger deutlich zitiert, das ein oder andere Riff oder auch Refrain („Primal instinct“ > „Riot of violence“) beschert Aha-Effekte und speziell Schreiwürfel Sir Fritz lässt unweigerlich ‘Kreator!’ ausrufen. Ähnlichkeiten zu Mille sind nicht zu überhören. In hysterischen Momenten lässt auch mal Schmier grüßen („March to war“). Die schnellen beziehungsweise besser hektischen Stücke machen auch Laune und animieren zum Bangen. Auf Dauer – insbesondere bei den eher midtempo-lastigeren Parts – ist mir die Mucke doch zu einfach strukturiert und kommt ein bisschen hölzern und altbacken daher. Selbst bei einer übersichtlichen Spielzeit von ca. 36 Minuten fällt es mir schwer, mit Spass über die ganze Zeit dabei zu bleiben. Von selbst zu verstehende Titel wie „Mutilator“, „War machine“ oder „Thrash attack“ und ein primitiv gezeichnetes Cover runden das dritte, volle Album der Stuttgarter ab.

www.myspace.de/nuclearwarfare666