Nevermore “This Godless Endeavor” 5/6

Century Media Records
Bewertung: 5/6
Spielzeit: 57:18
Songs: 11

Ein großer NEVERMORE-Fan bin ich nie gewesen und obwohl ich Alben wie „Dreaming Neon Black“ oder „Dead Heart In A Dead World“ sehr schätze, hat es außer „Matricide“ (von der „In Memory“ EP, 1996) noch kein Song der durchgeknallten Seattle-Posse um das blonde Haarwunder Warrel Dane in meine persönliche Liste der unsterblichsten Songs aller Zeiten geschafft. Warum das so ist, vermag ich nicht zu sagen und eigentlich gehört so was auch nicht hierher. Die neue Scheibe der wieder zum Quintett angewachsenen Truppe ist mal wieder ‚ne saucoole Angelegenheit geworden, keine Frage. Moderner (für meinen Geschmack etwas zuuu moderner) Power Metal trifft auf (ebenfalls nicht gerade old schooligen) Thrash. Das Riffing ist tonnenschwer und wirkt trotzdem irgendwie beschwingt und leichtfüßig. Einfach königlich, was Jeff Loomis und Neuzugang Steve Smyth da aus ihren Äxten herauskitzeln. Ich finde ja, daß Jeff Loomis, genau wie sein Namensvetter Jeff Waters von Annihilator, zu den am meisten unterschätzten Klampfern der gesamten Hartwurstszene gehört. Jeffs charakteristische Gitarrenarbeit ergibt zusammen mit Warrels einzigartigem, streckenweise fast psychotischem Gesang das vielzitierte „gewisse etwas“, das NEVERMORE von tausenden anderen Bands abhebt. „This Godless Endeavor“ hat zahlreiche Hits am Start und bietet das volle Spektrum von thrashigem Geballer („Born“)bis zur klassischen Powerballade –mit Betonung auf POWER!!- („Sentient 6“).Der Sound von Andy Sneap ist, wie erwartet, echt supi geworden. Alle NEVERMORE-Fans können blind zugreifen und alle anderen sollten auf jeden Fall mal reinhören. Ich werd’ jetzt noch ein paar Mal „This Godless Endeavor“ hören und mich dabei fragen, warum ich meine NEVERMORE-Scheiben nicht genauso lieb habe wie meine alten Sanctuary-Alben… www.centurymedia.de
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