Neglected Fields “Splenetic” 6/6

Aghast Recordings
Bewertung:  6/6 -> Tipp!
Spielzeit:  34:41 min
Songs:  9

Das lettische Quintett legt mit “Splenetic“  eine feine Tech-Metal-Scheibe hin, die einige Überraschungen bereit hält.  Nach dem kurzen Intro beginnt die Scheibe mit „The Spectator“. Der Song ist ein klares Statement dafür, in welche Richtung dieser Silberling gehen wird. Mit viel Timing hämmern sich die Drums durch die komplexen Rhythmusmuster und reichlichen Taktwechsel; was erwartet man auch schon anderes von einer amtlichen Tech-Metal Band?

Man erwartet zumindest keine deutlich hörbaren Keyboards. Doch die Jungs aus Lettland machen gründlich Gebrauch von ihren Synthesizern ohne es zu übertreiben, das verleiht der ganzen Geschichte eine eigene, positive Note. Sogar ein kleines Orgelsolo wird dem Hörer dann bei „Teufelswerk“ geboten. Weiter geht’s mit „Ov Snake“ und „The Cosm, The Vacuum, The Wave“, welche wie die beiden vorrangegangen Tracks, ordentlich vom Leder ziehen. Abwechslung gibt es dann beim Titeltrack „Splenetic/Confusion“. Der Song beginnt mit Stoner-Rockigen Riffs, danach geht es wieder mit brachialem, gepflegten Technical Death Metal weiter. Grade in den Soli zeigt die Band ihr Potenzial und ihre Kenntnis für exotische Tonleitern. „For Those Beneath me“ ist mein persönlicher Favorit, geradezu hymnisch wird der Track eingeleitet um dann den Hörer in die düstere Atmosphäre dieses Stückes zu ziehen, hierbei wird aber der hymnische Aspekt nie ganz losgelassen, großes Kino.

Nach dem etwas melancholischen Gitarrenstück „Triplicity“ läutet „Khert Neter“ das Ende dieser wirklich guten Platte ein. Mich hat die Scheibe überzeugt und ich werde diese Band garantiert im Auge behalten, sie bietet außerdem einen fabelhaften Einstieg in die Welt des Technical-Death-Metals, da die Stücke für dieses Genre noch relativ überschaubar sind.

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