Manifest Destiny “Within” 5/6

Rock It Up Records
Bewertung: 5/6
Spielzeit:
Songs: 11

” Manni, FEST !” ist eines der wenigen Fremdwörter, die ne Blondine beherrscht. Damit sollte der Groupievorrat für die 4 Jungs aus Oklahoma zumindest in Dschörmanie gesichert sein. Rock It Up Records haben sich als Schatzgräber betätigt und eine Thrash-Perle aus dem Jahr 2001 zu Tage gefördert, die ich nicht wirklich auf der Rechnung hatte. Ich glaube, zu seiner Zeit hat wohl kaum jemand von der Scheibe Notiz genommen, was absolut unverdient ist. Das hat schon Hand und Fuß, was die Jungs da abliefern. Man stelle sich mal Metallica vor, die sich irgendwo zwischen Ride the Lighing und ihrer Frickelphase befinden, garniere das mit dezenten modernen Grooves, wie sie Machine Head eingeführt haben, dazu ne ordentliche Produktion und schon hat man ein Album, bei dem ruhig mal der ein oder andere Metal Fan zugreifen darf. Mir gefällt der Röchelrochen am Mikro besonders gut, der Mann hat Talent zum Thrash-Shouter. Die Riffs zünden ebenfalls schon beim ersten Durchhören, ich bin positiv überrascht. Ein traditionelles Album, das nicht altbacken klingt oder sich in unterkühlter Modernität ergeht. Das macht Spass und geht ab. Gelegentliche wird das tempo ganz rausgenommen und siehe da, auch in der gefühlvollen, melodischen Schiene bewegen sich Manifest Destiny mit der Sicherheit eines Routiniers und zaubern einige ganz feine Melodien auf den Lautsprecher. Empfehlung zum Reinhören!