Fleshmould “The Lazarus Breed” 3/6

Shiver Records
Bewertung: 3/6
Spielzeit: 46:31
Songs: 8

Ein Jahr nach der APOCALYPTUS REXX MCD (V.Ö. 2005) beehren uns die Belgier von Fleshmould mit ihrem zweiten Longplayer „The Lazarus Breed”, geboten wird Death Metal, angereichert mit anderweitigen Einflüssen. Abwechslung wird bei Fleshmould groß geschrieben und selten nimmt ein Track einen vorhersehbaren Verlauf. So finden sich etwa beim Opener „Argus“ , der nach geräuschvollen Sample im mid-Tempo einsetzt (bspw. bei ca. 1:42 –2.01Min. & 2:30-2:49Min.) slamige/ moderne Parts. Auch beim zweiten Stück „God of Nihil“ finden sich solche Passagen ( bspw. bei ca. 2:18-2:31Min). Doch neben breaklastigen, modernen Passagen, gibt es auch weitere Einflüsse zu entdecken. Als Drittes folgt „Apocalyptus Rexx“ (der Song wurde bereits auf der gleichnamigen MCD verwurstet), eines von zwei, auf „The Lazarus Breed“ vertretenen, über achtminütigen Stücken. Während die Gitarre ackert setzt das Schlagzeug Schlag für Schlag ein, der Song kommt langsam in Gang. Ab 1:30 Min. meint man plötzlich sich zu verhören, als Melodic BM Anleihen im Wechsel mit DM in den Sound mit eingewoben werden. Teilweise wurden bei diesem Song sogar Strings oder ähnliche Effekte (ca. bei 2:53 Min) verwendet. Leider wirkt der Song zu lang und wirkt etwas zusammengestückelt, so dass man mit Leichtigkeit mindestens zwei hätte daraus zimmern können. Der Song nimmt nach der fünf Minuten Marke tatsächlich einen völlig anderen, moderneren Verlauf als zuvor. Da geht es beim darauffolgendem Stück „Strtuctured In Decline“ schon wesentlich geradliniger und direkter, jedoch, man ahnt es, natürlich nicht völlig breakfrei zu. Leider fängt das Stück ab ca. der vierten Minute zu lahmen an, so dass man sich, zumindest aus meiner Sicht das melodische „Ausplätschern“ des Songs hätte sparen können, auch wenn (ab ca. fünf Minuten) mit schrägen Gitarren und Screams noch einmal versucht wird Spannung in die Struktur zu bringen, klingt dieser Part doch sehr herangeklatscht Im Anschluss folgt der zweitlängste Song „Eternal Shifting“. Hier wird die melodische Schwedentod Schublade geöffnet, den Metalcore Part (ab ca. 2:01 Min) hätten sich die Belgier jedoch aus metallischer Warte aus getrost sparen können! Außerdem zieht sich auch dieses Stück wie Kaugummi auf Asphalt, an einem heißen Sommertag (vielleicht ist der Autor auch nur zu ungeduldig). Zum Glück wird man aus der Lethargie des vorangegangenen Stückes mit „Bitter Harvest“ geweckt. Der vorletzte Song „Havoc“ ist wohl der flotteste und gleichzeitig auch der kürzeste und schnörkelloseste auf dem ganzen Album. Der Raußchmeißer „I am your Thorn“ scheint die Groove Nummer zu sein und passt zu den breakingen Passagen, leider wird auch dieser Song trotz das man den Bass schön hören kann, bis zur Belanglosigkeit gestreckt. Die Brut des Lazarus lässt einen zweigespaltenen Rezensenten zurück. Positiv ist die Courage Fleshmoulds ständig etwas neues auszuprobieren zu bewerten, zuweilen kann dies jedoch auch in die Hose gehen, das ist das Risiko. Ebenso verhält es sich mit der Länge der Songstrukturen. Es ist ja löblich auf die oft vorgegebenen “drei Minuten irgendwas ” zu pfeifen, aber mit steigender Länge eines Songs steigt proportional auch die Gefahr den Hörer zu langweilen. Fleshmould sind zweifelsohne talentiert, doch ist „Lazarus…“ ein Album, dass eventuell den noch währenden Reifeprozess wiedergibt. Deshalb gibt es „nur“ drei Punkte. Wenn sie es schaffen die eben angesprochenen Schwächen auszumerzen, wird die nächste Veröffentlichung vielleicht eine Hammerscheibe. „Bon chance mes amis!“ Anschrift: FLESHMOULD, Poorterijstraat 12, B-8211 Aartrijke, Belgium. Email: fleshmould@telenet.be Label: www.shiver-records.com
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