Ensiferum “Unsung Heroes” 4/6

Spinefarm Records

Bewertung : 4/6 → Find ich gut!

Songs : 10

Spielzeit: 61:23


Ensiferum blicken mittlerweile auf 15 Jahre Bandgeschichte zurück. 2004 war dabei wahrscheinlich das entscheidende Jahr. Es gab eine Mitgliederwechsel, das zweite Album war gerade veröffentlicht und Ensiferum hatten sich einen Namen gemacht. Jetzt liegt mit „Unsung Heroes“ das fünfte Werk der Finnen vor und hält wieder einige Überraschungen parat.

Der Einstieg ist so wie immer. Ein schönes Keyboard-Intro und dann folgt ein Song mit gewohnter Musik. Es gibt ausdrucksstarke Chöre und eingängige Rhythmen. Auch Gitarrensoli fehlen nicht, wie der Song „ Burning Leaves“ beweist. Danach schlägt die Musik allerdings in eine andere Richtung um. Ensiferum sind bekannt dafür einen Hang zu epischen Melodien zu haben. Das scheint auf „Unsung Heroes“ nun stark in den Vordergrund zu rücken. „Celestial Bond“ ist eine Ballade, bei der eine weibliche Stimme auftaucht. Hier kann man sich sicher genügend darüber streiten, ob das nun passt oder nicht. Vereinzelt mag man sich wahrscheinlich auch fragen: „Ist das wirklich Ensiferum?“. Ja, denn „Pohjola“ und „Restribution Shall Be Mine“ sollten unverkennbar der Band zu zuordnen sein. Trotzdem fällt einem eher der übertriebene Hang zum Drama auf. Die Balladen wirken vereinzelt wie Klagelieder, dann noch orchestrale Chöre – das kann einen wirklich erschlagen. Der letzte Song „Passion Proof Power“ bietet das einem gleich 16 Minuten lang und dabei tritt noch eine sehr hohe weibliche Stimme in den Vordergrund. Da muss man fast aufpassen, die Musik nicht mit Nightwish zu verwechseln.

Fazit: „Unsung Heores“ ist sicher gut produziert und kann durchaus Spaß machen zu hören. Dass die Band voller Kreativität steckt, zeigt sich deutlich. Aber das Album wirkt überladen und es ist einfach zu viel des Guten.


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