Desolation “Desoriented” 3/6

Desolation_Desoriented_coverRebellion Records

Bewertung: 3/6 → Okay

Songs: 10

Spieldauer: 56:34

Wenn das Konzept eines Albums Desorientierung ist, dann kann das zwei Dinge bedeuten. Entweder, dass man sich nichts vorschreiben lässt und das macht, worauf man gerade Lust hat, oder man hat einfach keinen Plan und spielt munter drauf los. Das Album „Desoriented“ von Desolation scheint irgendwie eine Mischung aus beidem zu sein.

Musikalisch geht die Bandbreite von melodischem Black-Metal, wie man ihn von Cradle of Filth und Dimmu Borgir kennt, bist hin zu irgendwelchen Einlüssen aus Gothic- oder Death-Metal, wie der Song „L’auberge d’esolation“ zeigt. Desorientierung ist dabei wirklich der rote Faden. Denn auch sprachlich springt man gleich zwischen Englisch, Deutsch und Französisch hin und her. Hinzu kommt eine Stimmenvielfalt von klaren Gesängen bis hin zu Growls und Gekreische. Der Song „Dorothy“ ist nur ein Beispiel dafür. Das Album hat durchaus Highlights und einige Arrangements, die interessant sind, da Desolation auf jeden Fall sehr experimentierfreudig sind. Der Opener „Home Is Where The Heart Is“ macht erst Mal neugierig auf das Album.Aber genauso gibt es einige Passagen, die man als schon 1000mal gehört wahrnimmt und somit verliert das Album auch schnell wieder an Reiz. Zumindest wenn man sich die Keyboardparts mal genauer anhört, nimmt man Einflüsse von Dimmu Borgir wahr. Genauso erinnert mich der Song „Ich hasse ein bisschen die Welt“ an Eisregen und man könnte noch einige weitere Beispiele finden. Das ist auch leider das Problem, welches „Desoriented“ hat. Es fehlt einfach etwas markantes.

Insgesamt ist es ein durchschnittliches Album, welches zumindest seinem Konzept treu bleibt. Wer besagte Bands mag, kann sich gerne mal die Zeit nehmen und sich selbst ein Bild machen. Aber der große Wow-Effekt wird wohl ausbleiben.

 

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